Traders Corner
Die Fed und die Märkte

Die Wirbelstürme in den USA üben keinen wesentlichen, nachhaltigen Einfluss auf die US-Volkswirtschaft aus. Im Gegensatz dazu gibt es allen Grund zu der Annahme, dass der starke Anstieg der Energiepreise den Nachfragezuwachs zumindest in den nächsten Quartalen abbremsen wird.

Die Finanzmarktteilnehmer haben zuletzt drei Dinge gelernt. Erstens: Die US-Wirtschaft war vor dem Wirbelsturm „Katrina“ kräftig gewachsen, aber es waren bereits Anzeichen einer Abschwächung erkennbar. Zweitens: Die Stürme „Katrina“ und „Rita“ verzerren wie erwartet die Konjunkturdaten. Und drittens: Die Geldpolitiker der US-Notenbank Fed haben mit verblüffend ähnlichen Formulierungen vor den Risiken einer sich beschleunigenden Inflation gewarnt. Es ist schwierig für die Investoren, diese Entwicklungen in ein schlüssiges Schema zu bringen: Die Wirbelstürme üben keinen wesentlichen, nachhaltigen Einfluss auf die US-Volkswirtschaft aus. Im Gegensatz dazu gibt es allen Grund zu der Annahme, dass der starke Anstieg der Energiepreise den Nachfragezuwachs zumindest in den nächsten Quartalen abbremsen wird. Die Arbeitsmarktdaten für September wiederum zeigen deutlich, dass es keine Anzeichen für schneller steigende Löhne gibt. Kurz gesagt werden in den kommenden Monaten zwei widersprüchliche, kurzfristige Entwicklungen zu Tage treten: Eine Wachstumsverlangsamung bei steigenden kurzfristigen Inflationsdaten. Die jüngsten Äußerungen der US-Notenbanker zielten darauf ab, die Inflationserwartungen zu kontrollieren, indem versprochen wurde, notfalls entschieden zu handeln. Die Anleger ihrerseits sind zu der Auffassung gekommen, dass die kommende Wachstumsabschwächung die Inflationsrisiken auch ohne ein hartes Eingreifen der Fed in Schach halten wird. In diesem Fall werden die Zinsanhebungen weiter maßvoll ausfallen und den derzeitigen Terminmarktkursen entsprechen.

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