Traders Corner
Die Korrelation von 5 000 zu 50

Was haben 5.000 Punkte und 50 Prozent gemeinsam? Es sind wichtige Marken für Wirtschaft und Börse, denn nur bei einer Mehrheit für Schwarz-Gelb – und damit beim erhofften Machtwechsel in Berlin am 18. September – wird sich der Dax weiter klar nach oben orientieren. Dass die 5.000 gestern erstmals seit Jahren wieder erreicht wurden, hat der Stimmung der Börsianer gut getan. Die Mehrheit der Analysten betrachtet diese runde Zahl ohnedies nur als Zwischenstation. Kurzfristig sind 5.100 bis 5.200 drin, und auf Sicht von einigen Monaten können mehr als 6.000 Punkte erklommen werden. Noch positiver wird übrigens der MDax gesehen, der von Gipfel zu Gipfel eilt und offenbar keine Konditionsschwäche kennt.

Was aber, wenn „Angie“ zwar Bundeskanzlerin wird, aber die SPD im Boot hat? Dass eine große Koalition nicht auszuschließen ist, stimmt die Aktien-Optimisten nachdenklich: Nein, das wollen sie nicht! Seit dem TV-Duell holen Schröder & Co. wieder auf. Was lange so sicher schien, auch im Meinungsbild der Medien, wird in der Schlussphase noch einmal spannend.

Der Dax bei 5.000 ist so etwas wie eine Wette auf Schwarz-Gelb. Jede andere Konstellation dürfte zu deutlichen Kursrückschlägen am deutschen Aktienmarkt führen. Deshalb mein erneuter Appell: Bleiben Sie vorsichtig bis zum Wahltermin! Und wenn sich die Aufwärtstendenz anschließend fortsetzt, sollte man sich einmal die Verlierer der ersten acht Monate, die für den Dax insgesamt doch so erfreulich waren, anschauen. Da tauchen so klangvolle Namen wie Siemens, Thyssen-Krupp, Infineon, Schering und Deutsche Telekom auf.

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