Traders Corner
Ewald S. und das Öl

Ewald S. aus D. ist wieder einmal „geladen“: Zuerst meldete ihm die Elektronik der Heizungsanlage einen leeren Tank, und dann musste er mit seinem in die Jahre gekommenen Sechszylinder an die Tankstelle, weil der Zeiger bereits gefährlich weit links stand.

„Regt sich denn keiner außer mir über die extrem hohen Öl- und Benzinpreise auf?“ schreit der kritische Privatanleger ins Telefon. Der Hinweis aus der Redaktion, die Marktentwicklung werde doch fortlaufend dargestellt, analysiert und kommentiert, reicht dem Nörgler nicht aus: „Die Medien müssen da mal richtig drauf hauen und die Hintermänner entlarven, denn das ist doch nicht normal und hat mit den üblichen Spekulationswellen nichts mehr zu tun!“ Die Stimme überschlägt sich fast, als sie Hedge-Fonds, Russen-Mafia und Mittelost-Terroristen als „dringend Verdächtige“ anprangert.

Tatsächlich ist die robuste Gelassenheit, mit der Wirtschaft und Finanzmärkte den – eigentlich unglaublichen – Höhenflug des schwarzen Goldes begleiten, ein Phänomen, das erst später einmal klar verständlich wird. Ewald S. beginnt sich vernehmlich zu beruhigen, als wir ihm glaubhaft vermitteln können, dass die Sorgen über nachhaltige Folgen für die Weltwirtschaft inzwischen doch zunehmend erkannt und genannt werden. Andererseits sind weitere Bergetappen des Ölpreise nicht auszuschließen. Aber nicht nur deshalb sollte der Privatanleger zur Zeit das kurzfristige Trading gegenüber dem Aufbau langfristiger Aktienpositionen bevorzugen: Die deutsche Börse will weiter nach oben, dafür muss ihr aber auch die Politik den Weg ebnen!

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