Traders Corner
Hoffnung auf Jahresendrally

An der Wall Street herrscht derzeit ein Patt zwischen Bullen und Bären. Während die Optimisten auf gestiegene Unternehmensgewinne verweisen, betonen die Pessimisten das Risiko weiterer Zinserhöhungen und Inflationsgefahren. Die Seitwärtsbewegung des Dow-Jones spiegelt die uneinheitliche Stimmung wider. Wohin die Reise geht, ist schwer vorauszusehen. Steigende Zinsen und der stärkere Dollar, ein anhaltend hoher Ölpreis sowie geringere Aktivitäten und Bewertungen auf dem Immobilienmarkt deuten eine Abschwächung der US-Konjunktur an. Langsameres Wachstum, weniger Neueinstellungen und Investitionen sowie ein Rückgang der Konsumneigung unter den Verbrauchern dürften die Folgen sein.

Von diesen verhaltenen Konjunkturaussichten zeigte sich der Aktienmarkt bislang recht unbeeindruckt, denn dank einer steigenen Produktivität legten die Unternehmen überzeugende Quartalsergebnisse vor, und angesichts der schwachen Rentenerträge fehlen attraktive Anlagealternativen. Investoren schwanken in diesem Umfeld zwischen Hoffen und Bangen.

Sollte sich das US-Wachstum aber tatsächlich so weit verlangsamen, dass die US-Notenbank ein Ende ihrer Zinserhöhungspolitik in Aussicht stellt, könnte dies der Börse einen unverhofften Schub verleihen. Denn die Bewertungen der US-Aktien erscheinen angesichts der gestiegenen Gewinne bei gleichzeitig seitwärts marschierenden Kursen derzeit günstig. Es besteht also durchaus noch Hoffnung auf eine Jahresendrally. Damit würden sich die Prognosen vieler Beobachter doch noch bewahrheiten, die Aktien für das Jahr 2005 einen knappen Renditevorsprung gegenüber Bar- und Rentenanlagen vorhersagten.

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