Traders Corner
Hoffnung auf Reformen

Auch nach dem Terroranschlag in London sollte das Sentiment am deutschen Aktienmarkt positiv bleiben. Das ist in erster Linie durch die angestrebte Neuwahl in Deutschland zu begründen. Sie verhilft zu einer psychologischen Aufbruchstimmung, basierend auf der Hoffnung, dass ein Reformkurs den Unternehmensstandort Deutschland nach vorne bringt.

Nicht zuletzt deshalb richten auch ausländische Investoren ihre Blicke verstärkt auf deutsche Aktien. Obwohl die Bundesrepublik im Hinblick auf die momentane Konjunkturentwicklung eines der Schlusslichter in Europa ist, lassen sich positive Veränderungen erkennen, die ihren Niederschlag bereits in den guten Ergebnissen des ersten Quartals 2005 gefunden haben: Die Maßnahmen zur Erhöhung der Kosteneffizienz greifen und die Margen wurden trotz der niedrigen Inlandsnachfrage stabilisiert oder sogar gesteigert.

Diese gestiegene Wettbewerbsfähigkeit und die verbesserte Bilanzqualität führen zu einem erhöhten Cash Flow und einer steigenden Eigenkapitalrendite. Trotz der Outperformance des deutschen Aktienmarktes seit der Ankündigung möglicher Neuwahlen ist die Bewertung (KGV) noch immer historisch niedrig. Langfristig sollten sich Anleger also in deutsche Titel positionieren, die mit ihrer Bilanz und Ertragsstärke überzeugen können, sowie Vorteile durch ihre globale Aufstellung besitzen oder von möglichen politischen Reformen profitieren.

Der Autor, Klaus Martini, ist Global Chief Investment Officer bei der Deutsche Bank AG.

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