Traders Corner
Japan hält die Stellung

HONGKONG. Der Monat Oktober hat, seinem Ruf getreu, Nervosität mit sich gebracht. Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum haben die Bedenken der Investoren an der Wall Street ernst genommen. Steigende Inflation und ein sich verlangsamendes US-amerikanisches- und globales Wachstum trüben die Stimmung. Investitionen fließen vor allem nach Japan und Korea. Getrieben von extrem hohen Auftragswerten im Maschinenbausektor verzeichnete der Nikkei-Index mit 2,5 Prozent seinen höchsten Tagesanstieg in diesem Jahr. Ausländer halten japanische Stammaktien über mehr als 60 Mrd. US Dollar und eine Trendwende ist noch nicht in Sicht. Die Wirtschaft wächst schneller als in der Euro-Zone, der Konsum steigt, und die politischen Rangeleien der letzten Zeit haben die Entschlossenheit des reformorientierten Premierministers gestärkt.

Es gibt viel Raum für Spekulationen: Auf der einen Seite steigen die japanischen Aktienkurse, auf der anderen Seite drohen die Unternehmensgewinne zu sinken. Für Japans Unternehmen wird 2005 das vierte Jahr in Folge sein, das sich durch ein eindrucksvolles Gewinnwachstum auszeichnet. Restrukturierung der Unternehmen, niedrige Kreditzinsen und der Exportaufschwung als Antwort auf die wirtschaftliche Expansion Chinas bilden die Basis dafür. Doch die vorteilhaften Auswirkungen der Restrukturierung verlieren allmählich an Bedeutung. Der Markt wird direkter von den Auswirkungen der Globalisierung beeinflusst werden, je mehr wir uns dem Jahresende nähern. Für das laufende Quartal stehen die Zeichen aber noch gut, besonders im Vergleich zum übrigen asiatisch-pazifischen Raum.

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