Traders Corner
Keine Impulse vom Konsumklima

Die Deutschen sind noch nicht in Kauflaune. Steigende Öl- und Benzinpreise sowie die anhaltende politische Unsicherheit gelten neben dem schwachen Arbeitsmarkt als Hauptbelastungsfaktoren für das Konsumklima. Zwar ist der Rückgang des monatlichen GfK-Indexes nicht dramatisch gewesen, ermutigend war er aber auch nicht. Und nur drei Stunden nach dessen Veröffentlichung schlägt der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels Alarm und korrigiert seine Jahresprognose nach unten. Von Konjunkturaufbruch keine Spur.

An steigenden Preisen im Einzelhandel kann es nicht liegen. Dass die Inflationsrate energiepreisbedingt jetzt auf 2,5 Prozent gesprungen ist, sollte den Bürger auch nicht sonderlich beunruhigen, denn damit befinden wir uns auf einem Niveau, dass von einer „Inflation“ immer noch weit, weit entfernt ist. Und es ist der höchste Stand seit vier Jahren. Die Ära relativer Preisstabilität hält ja schon viel länger an (seit Mitte der 80er Jahre, mit kurzer Unterbrechung) – kein Experte hatte das erwartet. Und schon bald dürfte die Teuerungsrate wieder sinken.

Aber wann belebt sich endlich der Verbrauch in Deutschland? Hier spielt die Politik ein ganz wichtige Rolle, denn eine unklare Situation über die künftige Regierung, wie wir sie jetzt erleben, ist eine spürbare Bremse für die Wirtschaft. Im Einzelhandel kam es in der Woche nach der Wahl zu regelrechten Umsatzeinbrüchen! Ohne eine spürbare Verbesserung des Konsum-klimas wird sich aber auch das Wirtschaftswachstum insgesamt bei uns nicht entscheidend beleben. Wer kann, sollte jetzt also eines seiner Sparschweine schlachten und auf Einkaufstour gehen!

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