Traders Corner
Nicht nur heiße Luft

LONDON. Globale Erwärmung kann nicht nur Gemüter, sondern auch Aktienkurse erhitzen. Ölpreishausse und Sorge um den Klimawandel zeigen Wirkung: Sogar die USA bekunden heftiges Interesse an erneuerbaren Energien. Größere wie kleinere Unternehmen entdecken den Charme der Windenergie. „Nachhaltigkeit“ erlangt für die Öl-Multis höchsten Stellenwert. Zumindest im wirtschaftlichen Sinne ist „grün" jetzt Gold wert.

Dass „Ökonomie und Ökologie“ keine Gegensätze sind, sondern sich ergänzende Konzepte, haben die Deutschen gleich nach der ersten Ölpreisexplosion im Jahre 1973 erkannt. Die Feststellung war weder naiv noch fundamentalistisch, denn ein wirtschaftspolitisches Credo, das auf energieeinsparende Technologien setzt, kann auch Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen.

In der Zwischenzeit haben deutsche Anlagebauer Spitzenpositionen bei der umweltschonenden Kohleförderung und der Kraftwerksumrüstung eingenommen. In Großbritannien, wo in den kommenden zehn Jahren bis zu 75 Mrd. Euro für die Modernisierung von Kraftwerken und Energieinfrastruktur ausgegeben werden, schauen sich Experten mit neidvollen Augen den deutschen Sachverstand an. Grund genug, um sich mit deutschen Energie- wie Umweltaktien einzudecken. Gut zu wissen, dass Deutschland nicht nur heiße Luft, sondern auch heiße Expertise herstellen kann.

David Marsh arbeitet als Berater und Publizist in London

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