Traditionelle, japanische Werte stehen aber immer noch im Weg
Japanische Unternehmen entdecken zunehmend "Outsourcing"

vwd TOKIO. Japanische Produzenten gehen zögernd dazu über, ihre Produktion im US-Stil auszulagern. Jedoch stünden dieser Änderung der Logistik immer noch traditionelle japanische Werte wie zum Beispiel der Anspruch auf lebenslange Beschäftigung im Weg, berichtet Toshio Yasui, Leiter von Solectron Corp, einem US-Auftragsproduzenten mit Sitz in Milpitas in Kalifornien. Dass Sony Corp, Tokio, sich im vergangenen Oktober dazu entschlossen habe, eine Produktionsstätte in Japan an Solectron zu verkaufen, habe allerdings für das ganze Land eine Signalwirkung gehabt.

Auch andere große Konzerne in Japan, die lange Zeit die Ansicht vertraten, dass die Produktion eine ihrer Kernkompetenzen darstelle, würden nun einen Übergang zur "fabriklosen Dienstleistung" in Erwägung ziehen, berichtet der Manager. Beschleunigt werde diese Entwicklung durch den internationalen Konkurrenzdruck. Da europäische und US-Konzerne sich auf Grund ihrer Outsourcing-Strategie nicht mehr mit hohen Sachinvestitionen belasten müssten, seien sie nun flexibler geworden. Trotz ihrer sozialen Konventionen seien Japaner deshalb langfristig gezwungen, diesem Trend zu folgen, wenn sie ihre globale Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen, meint Yasui.

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