Trainer Eriksson bangt schon um seinen Job
Nächste Hiobsbotschaft für „Three Lions"

Die englische Nationalmannschaft geht nach der unglücklichen Last-Minute-Auftaktniederlage gegen Frankreich am Stock - und das nicht nur psychisch, sondern auch physisch: Insgesamt sechs Spieler konnten auf Grund von Verletzung vor dem zweiten EM-Gruppenspiel gegen die Schweiz am Donnerstag nicht am Training teilnehmen.

HB LISSABON. Die schwerwiegendste Nachricht für Englands schwedischen Teammanager Sven-Göran Eriksson auf: Für Nicky Butt ist das EM-Turnier schon vorzeitig beendet. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester United zog sich im Training eine Knieverletzung zu, die weitere EM-Einsätze nicht zulässt.

Eine Untersuchung am Montagabend im Krankenhaus ergab eine Bänderverletzung in Butts rechtem Knie. "Bei einer solchen Verletzung fällt man drei bis vier Wochen aus. Deshalb wird Butt bei der EM nicht mehr zum Einsatz kommen", sagte Verbandssprecher Colin Gibson. Ob Butt bei der Mannschaft bleibt oder vorzeitig abreist, ist offen.

Wegen Blasen an den Füßen fehlten Kapitän David Beckham, Steven Gerrard und Sol Campbell bei der Übungseinheit am Dienstag. Abwehrspieler Gary Neville musste wegen muskulärer Probleme in der Wade passen, und Paul Scholes war wegen einer Knöchelverletzung verhindert. Sein Einsatz gegen die Schweiz am Donnerstag in Coimbra sei sehr fraglich, sagte Eriksson.

Für Scholes wird voraussichtlich Owen Hargreaves in die Startelf rücken. Der 23-jährige Mittelfeldspieler vom FC Bayern München war beim Auftaktspiel am Sonntag gegen Frankreich (1:2) für Scholes eingewechselt worden. Eine weitere Personaländerung könnte es in der Abwehr geben. John Terry, der wegen einer Oberschenkelverletzung für die Frankreich-Partie nicht zur Verfügung stand, soll für Ledley King in die Elf kommen. "Ledley hat fantastisch gespielt. Aber wenn John fit ist, gibt es keinen Grund, ihn draußen zu lassen", so Eriksson.

England ist zwar noch nicht verloren. Doch diese Reihe von Hiobsbotschaften und die möglichen Folgen der Last-Minute-Pleite gegen Frankreich für die Psyche seiner Spieler, machen dem Nationalcoach schon Sorgen - auch und vor allem um seinen Job. "Mein Vertrag läuft noch vier Jahre. Aber wenn man drei Spiele verliert, wer weiß, was dann passiert", sagte der Teammanager, der vor dem Schweiz-Spiel aber noch andere Probleme zu bewältigen hat. Mittelfeld-Motor Paul Scholes fällt wegen einer Knöchelverletzung voraussichtlich aus.

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