Trainer gibt kein klares Bekenntnis zu Hannover ab
Hannover 96 stellt Rangnick Ultimatum

Fußball-Bundesligist Hannover 96 setzt Ralf Rangnick unter Druck. Präsident Martin Kind fordert von seinem Trainer ein klärendes Wort zu den Gerüchten eines Wechsels nach Berlin.

HB BERLIN. Der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, Martin Kind, hat Ralf Rangnick ein Ultimatum gestellt. «Er soll sich bis Montag endgültig verbindlich äußern, dass wir Ruhe haben. In Hannover hatten wir zuletzt ein halbes Jahr lang Ruhe. Jetzt haben wir Unruhe, nur weil Hertha die sportlichen Ziele nicht erreicht hat. Irgendwie sind wir Opfer eines Entwicklungsprozesses in einem anderen Verein», sagte Kind der Tageszeitung «Die Welt».

Seit Tagen wird Rangnick als Nachfolger von Huub Stevens bei Hertha BSC gehandelt. Schon vor Wochen hatte sich Hertha über einen Mittelsmann erkundigt, ob Rangnick in seinem bis 2005 laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel hat. Der Trainer selbst hat zwar bislang keine Abwanderungsgedanken geäußert, ist aber zu einem klaren Bekenntnis für Hannover nicht bereit. «Warum sollte ich jetzt einen Schwur abgeben? In schwierigen Zeiten hat sich aus dem Verein ja auch niemand zu mir bekannt.»

Sollte Rangnick die Niedersachsen verlassen wollen, würde ihm Kind keine Steine in den Weg legen. Dann stehe er für Gespräche zur Verfügung. Denn «jemand, der nicht mehr motiviert» sei, für Hannover zu arbeiten, sei «auch keine optimale Lösung». Kontakte mit Berlin gibt es laut Kind nicht. Die Hertha will bis zum 3. Januar den neuen Trainer präsentieren, wie Manager Dieter Hoeneß sagte.

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