Trainingsbeginn der Bundesligisten
Viele WM-Teilnehmer zieht es nach Österreich

Die einen quälen sich bereits im Trainingslager, die anderen genießen noch ihren wohl verdienten Urlaub. Österreich steht als Urlaubsland bei den Nationalkickern hoch im Kurs.

dpa DÜSSELDORF. Inzwischen haben zwar alle 18 Clubs ihre Vorbereitungen auf die 40. Saison in der Fußball-Bundesliga begonnen, doch von einem geregelten Trainingsbetrieb kann vielerorts noch nicht die Rede sein. Vor allem die Trainer der Spitzenvereine müssen in der Aufbauphase noch auf ihre WM-Teilnehmer und verletzte Spieler verzichten. "Das ist für mich nicht optimal und für die Spieler auch nicht. Es ist aber ein guter Kompromiss", sagte Chefcoach Matthias Sammer vom Meister Borussia Dortmund, dessen Team am Montag noch ohne die Nationalspieler Christoph Metzelder, Jens Lehmann, Sebastian Kehl, Lars Ricken und Torsten Frings mit Laktattests die Vorbereitung begann. Sie werden auch das erste Trainingslager vom 8. bis 18. Juli in Bad Radkersburg/Österreich verpassen, wo konditionelle Grundlagen gelegt werden. "Ich erwarte sie am 19. Juli. Aber sie bekommen gewisse Vorgaben. Individuelle Arbeit ist von Nöten", meinte der BVB - Trainer. Er hofft, dass sich die Vize-Weltmeister nach den WM- Strapazen ausgeruht und mit einer "guten Einstellung" zurück melden.

Unter einer dünnen Personaldecke leidet auch Rekordmeister Bayern München, der noch bis zum (morgigen) Freitag im Rottach-Egern weilt. Torhüter Oliver Kahn, Michael Ballack, Carsten Jancker, Thomas Linke und Jens Jeremies stoßen erst am 22. Juli zum Rest des Kaders, zudem fehlen noch sechs weitere ausländische WM-Fahrer. Am Tegernsee mit dabei ist der am Knie operierte Sebastian Deisler, der aber separat mit einem Reha-Trainer seine Übungen absolviert. Während sich Hasan Salihamidzic über die Schinderei geradezu freut ("Es tut gut, sich richtig vorzubereiten"), fühlt sich der Brasilianer Zé Roberto noch "sehr müde" nach den ersten Übungseinheiten bei den Bayern.

Auch Vizemeister Bayer Leverkusen und Pokalsieger Schalke 04 haben derzeit nur Rumpfteams zusammen. Schalkes neuer Coach Frank Neubarth erwartet acht WM-Fahrer am 15. Juli, Gerald Asamoah soll am 22. Juli direkt in das Trainingscamp nach Herzogenaurach (17. bis 24. Juli) reisen. "Im Moment ist der Kader sehr schmal. Damit wir vernünftig trainieren können, haben wir einige Amateure dazu geholt", klagte Neubarth, der zudem auf die verletzten Emile Mpenza und Jörg Böhme verzichten muss. Erst am 27. Juli nach Abschluss des ersten Trainingslagers in St. Gallen kann Bayer-Coach Klaus Toppmöller Weltmeister Lucio, Yildiray Bastürk sowie Bernd Schneider, Oliver Neuville und Carsten Ramelow wieder begrüßen. Jörg Butt, Frank Hejduk und Diego Placente werden früher erwartet. Ohnehin noch länger fehlt Kapitän Jens Nowotny nach seiner Kreuzband-Operation. "Wir haben zurzeit nur 18 Feldspieler, das ist eine nicht einfache Situation", sagte "Toppi".

Wesentlich weiter in der Vorbereitung sind andere. Klaus Augenthaler bringt seine Jungs im Moment in Ochsenfurt "auf Vordermann", Thomas Schaaf die Bremer Elf auf Norderney. Die Profis des Hamburger SV schufteten schon sechs Tage auf Sylt. Auf der Nordseeinsel lässt noch bis Samstag auch Stuttgarts Coach Felix Magath seine Mannen üben. "Wir haben die Intensität gedrosselt", sagte "Quälix" Magath, dessen Team bereits am Sonntag im UI-Cup gegen den SK Lokeren das erste Pflichtspiel bestreitet. Beliebtestes Reiseziel der Bundesligisten ist Österreich, die halbe Liga macht bis zum Saisonstart am 9. August in der Alpenrepublik noch Station. Fernreisen aber mutet sich keiner zu.

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