Transaktionswert zwischen 17 und 18 Mrd. $
HP verhandelt über Kauf von Consulting-Arm von PwC

Die Übernahme soll nach Angaben von Hewlett-Packard gegen Aktien und gegen bar erfolgen.

dpa NEW YORK. Der Computerkonzern Hewlett-Packard Co. verhandelt über einen Kauf der globalen Management- und Informationstechnologie-Consultingsparte der Rechnungsprüfungs- und Consultingfirma PricewaterhouseCoopers. Dies hat der zweitgrößte Computerkonzern der Welt am Montag bestätigt. Hewlett-Packard bezifferte den Übernahmepreis am Montag auf 17 Mrd. $ bis 18 Mrd.  $ (41 Mrd.  DM/21 Mrd.  Euro).

Man habe sich aber noch nicht auf die Transaktionsbedingungen geeinigt, betonte das Unternehmen. Die Übernahme soll gegen Aktien und gegen bar erfolgen. PricewaterhouseCoopers ist eine der weltgrößten Rechnungsprüfungs- und Consultingfirmen. Hewlett-Packard erklärte, dass das erwartete Umsatzwachstum von 15 % leicht gesteigert und der Gewinn pro Aktie im Jahr 2001 leicht belastet werde.

PricewaterhouseCoopers sind zur Zeit noch die Rechnungsprüfer von Hewlett-Packard. Bei Durchführung der Transaktion wird die Rechungsprüferfunktion auf Grund behördlicher Anforderungen beendet. Hewlett-Packard betonte, es gebe keine Garantie, dass die Diskussionen zu einer Transaktion führen werden.

PricewaterhouseCoopers hatte nach Darstellung der "New York Times" vom Montag unter anderem auch mit General Electric, Siemens, Microsoft und IBM vorläufige Gespräche geführt. Hewlett-Packard hat sein eigenes Consulting-Geschäft unter der Firmenchefin Carly Fiorina bereits stark ausgebaut. Consulting ist ein sehr lukratives Geschäft. IBM hat diese Geschäftssparte zu einem der wichtigsten Geschäftsbereiche des Konzerns gemacht. Computerfirmen können den Unternehmenskunden nicht nur die Installation von Computersystemen anbieten, sondern auch den Betrieb ihrer Informationstechnologieabteilungen.

PricewaterhouseCoopers hat mehr als 30  000 Berater, während es bei Hewlett-Packard rund 6  000 sind. Bei PricewaterhouseCoopers würde ein Verkauf eine endgültige Abtrennung des Consulting- vom Rechnungsprüfungsgeschäft bringen. Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission SEC drängt auf eine Trennung der Rechnungsprüfungs- und Consultingsparten bei den großen einschlägigen Firmen, weil sie Interessenkonflikte befürchtet.

Ernst & Young hatte im Februar seine Consultingsparte für 11,1 Mrd. $ an die französische Cap Gemini-Gruppe verkauft. Andersen Consulting hatte sich kürzlich von der Mutterfirma Arthur Andersen getrennt, der weltgrößten Rechungsprüfungsgesellschaft.

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