Transgfer des Mittelstürmers nach Lyon
Elbers Wunsch erfüllt: Wiedersehen mit Bayern

Wiedersehen macht Freude: Nur einen Tag nach dem Blitz-Abschied vom FC Bayern München ging ein großer Wunsch für Giovane Elber in Erfüllung. Mit seinem neuen Arbeitgeber Olympique Lyon trifft der über sechs Jahre beim deutschen Fußball-Rekordmeister engagierte Stürmer in der Champions League auf seinen Ex-Verein. Genauso hatte es sich der 31-Jährige vor der Auslosung erhofft.

HB/dpa LYON/MÜNCHEN. "Ich wünsche mir, dass wir auf die Bayern treffen. Dann könnte ich ein Tor gegen sie erzielen", hatte der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte bei seinem Dienstantritt beim französischen Meister erklärt.

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld fürchtet derartige Erfolgserlebnisse des Brasilianers: "Bei Giovane habe ich Bedenken. Wenn er gegen Bayern spielt, ist er ein sehr gefährlicher Stürmer", hatte er am Donnerstag gesagt. Olympique ist in der Champions League ein alter Bekannter der Bayern. Im März 2001 verloren die Münchner dort 0:3; die anschließende Wut-Rede von Präsident Franz Beckenbauer ist legendär. Danach gewann Bayern mit Elber den europäischen Titel.

Am Morgen war der Transfer von Seiten des französischen Clubs offiziell bestätigt worden. Elber unterschrieb einen Zwei-Jahres- Vertrag und trat im Training seinen Dienst in Lyon an. Wie Clubchef Jean-Michel Aulas persönlich auf der Homepage des Vereins mitteilte, beträgt die Ablösesumme 4,2 Millionen Euro. "Die Verhandlungen mit Lyon und dem AS Monaco waren schwierig. Ich würde sie mit einem Fußballspiel vergleichen, in dem Monaco bis zur 88. Minute führt und am Ende Lyon gewinnt. Olympique war sehr professionell in den Verhandlungen, das hat den Ausschlag gegeben", erklärte Elber die Entscheidung pro Lyon.

Bei Lyon auch die Rückennummer 9

Beim FC Bayern, wo Elber nach der Verpflichtung Roy Makaays nicht mehr gebraucht wurde, kam am Donnerstag doch Wehmut auf. "Der Abschied tut schon etwas weh, wenn man weiß, dass er hier nicht mehr auftaucht", sagte Hitzfeld: "Wir werden aber schon noch mit ihm essen gehen und wir werden hier auch ein Abschiedsspiel veranstalten. Von daher wird es ein großes Fest werden."

Der Brasilianer durfte sich an seinem ersten Arbeitstag in Frankreich auch über Vertrautes freuen: Elber erhält in Lyon ebenso wie in über sechs Jahren bei Bayern die Nummer 9, die bei Olympique zuletzt sein zum spanischen FC Villareal abgewanderter Landsmann Sonny Anderson getragen hatte. "Sonny hat für Olympique Geschichte geschrieben. Ich bin stolz, diese Trikotnummer zu tragen. Ich will hier gut wie Sonny sein, vielleicht sogar besser", sagte Elber.

Schon um 9.30 Uhr strömten die Fans zum Training des Meisters, um den neuen Star zu sehen. Elber traf bei seinem Einstand auf seinen Freund und Landsmann Claudio Cacapa, mit dem er einige Übungen absolvierte. "Claudio hat mich so oft angerufen, dass ich schon dachte, er ist der Manager. Dass ich hier auf Landsleute treffe, hat meine Entscheidung beeinflusst", meinte er. Vereinschef Aulas hieß Elber herzlich willkommen. Man habe sich seit Wochen um ihn bemüht: "Wir haben immer gehofft, einen Spieler dieser Klasse präsentieren zu können. Jetzt ist der Traum wahr geworden."

Elber hatte sich zuvor mit seinen französischen Bayern-Kollegen Bixente Lizarazu und Willy Sagnol beraten. "Sie haben mir Monaco empfohlen. Aber als ich ihnen sagte, dass ich nach Lyon gehe, haben sie mir gesagt, das sei der FC Bayern Frankreichs." Lange hatte der AS Monaco als Favorit gegolten. Nach "kicker"-Angaben war der Transfer des 15-maligen Nationalspielers schon beschlossene Sache gewesen, ehe er nach einem Veto von Prinz Albert angesichts der angespannten Finanzlage des Clubs scheiterte. Am Samstag soll der 31- Jährige im Spiel gegen EA Guingamp sein Debüt in der französischen Liga geben. Elber: "Ich möchte Olympique helfen, Titel zu gewinnen."

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