Transnet hält sich raus
Bahn-Streiks bereits am Dienstag möglich

Bei der Rückkehr aus dem Oster-Urlaub müssen sich Bahnfahrer auf Streiks gefasst machen. Trotz vieler Kritik hält die Lokführer-Gewerkschaft GDL an ihren Plänen fest, in der Woche nach Ostern den Betrieb teilweise lahm zu legen. Der genaue Termin soll erst am Vortag bekannt gegeben werden. Erwartet werden die ersten Proteste am Dienstag oder Mittwoch.

HB/dpa BERLIN. Die Deutsche Bahn hat Gegenmaßnahmen entwickelt, um die Behinderungen möglichst gering zu halten. Die beiden anderen Bahngewerkschaften wollen sich an den Streiks nicht beteiligen.

In dem Konflikt geht es darum, dass die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) für Lokführer und Zugbegleiter einen eigenen Spartentarifvertrag durchsetzen will. Mit den anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA hat sich die Bahn bereits auf einen Tarifvertrag geeinigt. Den Vorschlag der Bahn, zur Schlichtung zurückzukehren, lehnte die GDL abermals ab. "Aus unserer Sicht ist die Schlichtung abgeschlossen. Wir sehen im Moment keinen Grund für weitere Gespräche", sagte Gewerkschaftssprecher Maik Brandenburger am Donnerstag.

Im Unterschied zum bundesweiten Warnstreik der GDL Anfang März sollen die Aktionen in der kommenden Woche zunächst auf einige wenige Strecken begrenzt bleiben. Die Bahn hat bereits Dienstpläne geändert, um möglichst viele Lokführer bereit zu halten. Außerdem will sie zusätzliche Züge zur Verfügung halten. Bei der GDL sind nach eigenen Angaben drei Viertel von insgesamt 22 500 Lokführern organisiert. Allerdings können davon nur etwa rund 11 000 Lokführer streiken. Die anderen sind Beamte

.

Der Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen kündigte an, dass sich die Transnet-Mitglieder seiner Gewerkschaft an den Aktionen nicht beteiligen werden. "Wir haben mit diesem Streik nichts zu tun. Wir fordern unsere Mitglieder auf, ihre Arbeit zu tun und sich von der GDL nicht instrumentalisieren zu lassen", sagte Hansen der dpa. Auch die GDBA will bei dem Streik nicht mitmachen. Die Bahn vertritt die Auffassung, dass die Proteste rechtswidrig sind.

Die Deutsche Bahn hat vorsorglich für den Fall eines Streiks eine gebührenfreie Hotline zur Kundeninformation eingerichtet. Die Nummer lautet 0800 - 66 44 22 5. Sie wird nach Bahnangaben freigeschaltet, wenn es zu Störungen im Betriebsverlauf kommt.

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