Transport von Personenwagen und Bussen hat nachgelassen
Eurotunnel-Betreiber rutschten in die roten Zahlen

Das britisch-französische Eurotunnel- Konsortium hat Verluste in Höhe von 111,14 Mill. Euro/217,6 Mill. DM zu verzeichnen.

dpa PARIS. Die Betreiber des Eisenbahntunnels unter dem Ärmelkanal zwischen England und Frankreich sind im ersten Halbjahr 2000 in die roten Zahlen gerutscht. Das britisch-französische Eurotunnel - Konsortium gab am Montag in Paris einen Verlust in Höhe von 729 Mill. Franc (111,14 Mill. Euro/217,6 Mill. DM) bekannt. Im Vergleichs-Zeitraum des Vorjahres war es noch - vor allem dank Umschuldungmaßnahmen - ein Gewinn von 557 Mill. Franc. Ohne außergewöhnliche Faktoren dürfte damit in diesem Jahr auch der Jahresabschluss rote Zahlen aufweisen. Der Kurs der Eurotunnel-Aktie sank am Montagmittag um 3,81 % auf 1,01 Euro.

Dem Konsortium war es im vergangenen Halbjahr gelungen, die Einkommens-Nachteile durch den Wegfall des Verkaufs zollfreier Waren innerhalb der Europäischen Union durch eine Zunahme der beförderten Lastwagen (plus 42 %), eine Erhöhung der Auto- und Bustarife sowie den Ausbau anderer Aktivitäten zu kompensieren. Allerdings gab die Zahl der beförderten Personenwagen (minus 20 %) ebenso nach wie die der beförderten Busse (minus 13). Beim Personentransport mit dem Eurostar-Zug dagegen stieg die Zahl der beförderten Personen um neun Prozent von 3,07 Mill. auf 3,35 Mill. Passagiere.

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