Transportgenehmigung für sechs weitere Castor-Behälter
Neuer Castor-Transport für Gorleben beantragt

afp SALZGITTER. Ungeachtet des massiven Widerstands von Atomkraftgegnern gegen Castor-Transporte in das Zwischenlager Gorleben hat die Transportfirma Nuclear Cargo + Service (NCS) beim Bundesamt für Strahlenschutz einen neuen Transportantrag eingereicht. Eine Sprecherin des Bundesamts bestätigte am Mittwoch in Braunschweig einen entsprechenden Bericht von Spiegel online. NCS habe die Transportgenehmigung für sechs weitere Castor-Behälter mit Atommüll aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in das Zwischenlager beantragt. Das Bundesamt werde den Antrag jetzt auf sicherheitstechnische Aspekte hin überprüfen. Wie lange das dauere, sei noch offen.

Mit in die Prüfung einbezogen wird laut BfS eine Äußerung des niedersächsichsen Innenministers Heiner Bartling (SPD). Der Minister hatte nach den heftigen Protesten von rund 10 000 Atomkraftgegnern während des jüngsten Castor-Transports in der vergangenen Woche erklärt, in diesem Jahr sei ein erneuter Großeinsatz von Polizei und Bundesgrenzschutz für Niedersachsen nicht zu verkraften.

In der gesamten Bundesrepublik musste die Polizei vergangene Woche rund 30 000 Beamte, über 18 000 davon allein im Wendland, einsetzen, um sechs Castoren nach dreitägiger Transportdauer in das Zwischenlager Gorleben bringen zu können. AKW-Gegner, die sich mit Hilfe eines Betonblocks im Gleisbett der Strecke Lüneburg-Dannenberg festgekettet hatten, konnten dadurch den Zug mit den Castoren allein 17 Stunden lang aufhalten.

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