Trauerfeier für Donnerstag geplant: Abschied von Hildegard Knef

Trauerfeier für Donnerstag geplant
Abschied von Hildegard Knef

Für die Film-Diva, die in der Nacht zum Freitag im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Lungenkrankheit gestorben war, wurde am Samstag in Berlin im Roten Rathaus ein Kondolenzbuch ausgelegt.

dpa BERLIN . Mehrere hundert Menschen trugen sich bis in die Nachtstunden in das Buch ein. Für Donnerstag ist eine offizielle Trauerfeier des Landes in der Berliner Gedächtniskirche geplant.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) trug sich am Samstag als erster in das Kondolenzbuch ein und legte im Gedenken an die populäre Schauspielerin und Sängerin ("Für mich soll's rote Rosen regnen") eine rote Rose nieder. Das Kondolenzbuch soll auch am Montag und Dienstag noch ausliegen.

Wie Paul von Schell, der Mann der Verstorbenen mitteilte, soll Knef auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf begraben werden. Auf dem weitläufigen Friedhof im Südwesten der Stadt haben auch Persönlichkeiten wie der frühere Bundeskanzler Willy Brandt, der Schauspieler Heinrich George, der Dichter Gottfried Benn sowie die Politiker Ernst Reuter und Otto Suhr ihre letzte Ruhestätte gefunden. Ein Datum für die Beisetzung nannte von Schell noch nicht. Nach Informationen des "Tagesspiegel" ist die Beerdigung für Donnerstag im Anschluss an die Trauerfeier geplant.

"Es ging so schnell, kam so unverhofft", beschrieb von Schell in der Zeitung "B.Z." den Tod seiner Frau. Er habe sie am Donnerstag ins Krankenhaus gebracht, weil es ihr sehr schlecht ging. "Sie wachte Stunden später noch mal aus der Bewusstlosigkeit auf, schaute mich aus ihren grünen Augen an", erzählte der 61-Jährige. Als seine Frau um 2.00 Uhr nachts starb, war er allerdings nicht mehr an ihrer Seite. "Ich bin sofort hingefahren. Ich habe sie umarmt", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Knefs einzige Tochter Christina wird am Montag in Berlin erwartet. Christina - von ihrer Mutter "Tinta" genannt - stammt aus der Ehe mit dem Briten David Cameron. Sie wuchs weitgehend in Amerika auf und ist seit 1988 mit dem rund 17 Jahre älteren Filmmanager Peter Gardiner verheiratet.

Für sie kam der Tod der Mutter völlig unerwartet. "Wir haben regelmäßig telefoniert, erst am Montag habe ich mit ihr gesprochen. Es deutete nichts darauf hin, dass es ihr schlecht ging", sagte sie der "Bild am Sonntag". "Sie klang wie immer, hatte keinerlei Probleme." Über die letzte Begegnung mit ihrer Mutter sagte das frühere Fotomodell: "Das letzte Mal habe ich meine Mutter hier in Los Angeles getroffen, das ist aber auch schon anderthalb Jahre her."

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, die in der kommenden Woche beginnen, wollen Hildegard Knef mit einem eigenen Programm ehren. Neben dem Dokumentarfilm "That's a woman and a half - Hildegard Knef", der auf der vergangenen Berlinale als Hommage lief, sollen weitere Filme mit der einstigen Diva gezeigt werden, teilte das Festival mit. Das genaue Programm stehe aber noch nicht fest.

Am 18. Februar soll eine neue CD mit bisher unveröffentlichten Liedern der Knef erscheinen. Das Material werde gemeinsam mit weiteren Höhepunkten ihrer Musikkarriere unter dem Titel "Aber schön war es doch" erscheinen, teilte eine Sprecherin von Warner Music mit.

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