Trauernde Frans strömen zu ihrem Wohnhaus
Astrid Lindgren posthum für Friedensnobelpreis nominiert

Astrid Lindgren ist einen Tag nach ihrem Tod für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Der Politikwissenschaftler Ulf Bjereld von der Göteburger Universtität schlug die am Montag verstorbene schwedische Kinderbuchautorin dem Nobelpreiskomitee vor, wie die schwedische Nachrichtenagentur TT am Dienstag meldete.

afp STOCKHOLM. Da Nobelpreise normalerweise nicht posthum verliehen werden, bat Bjereld das Komitee, eine Ausnahme zu machen. "Ihre Literatur vermeidet Schwarz-Weiß-Darstellungen und betont Mut und Zivilcourage als Grundvoraussetzungen für Anständigkeit", schrieb der Politik-Professor in seiner Nominierung. Dafür verdiene sie den Friedensnobelpreis.

Lindgren war zu Lebzeiten mehrfach für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen worden. Bekommen hat sie ihn zur Enttäuschung vieler Landsleute nie. Die Autorin zählte zu den beliebtesten Persönlichkeiten Schwedens. Mit ihren Geschichten über die freche "Pippi Langstrumpf", die "Kinder aus Bullerbü" und andere Figuren verzauberte sie Generationen von Kindern. Die schwedischen Medien würdigten Lindgren am Dienstag mit Sonderbeilagen und-sendungen. Tausende trauernde Fans strömten zu ihrem Wohnhaus, legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Die Autorin starb im Alter von 94 Jahren nach langer Krankheit in ihrer Stockholmer Wohnung.

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