Traum von neuem Coup geplatzt
Zum Ärger des Strategen

Dänemarks Trainer Olsen konstatiert nach dem 0:3 gegen Tschechien fassungslos, dass sein Team an handwerklichen Fehlern scheiterte.
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LISSABON. Thomas Sörensen hat versucht, seine Strafraumbeherrschung auf eigenartige Weise zu verbessern. Der Torhüter der dänischen Nationalmannschaft übt bei seinem Klub Aston Villa mit einem Rugbytrainer. Sein verteidigender Landsmann Martin Laursen spielt beim AC Mailand und sagt von sich, "dass es keinen Stürmer gibt, vor dem ich Angst habe". So viel zur Selbsteinschätzung.

Am Sonntagabend war von Sörensens gewachsener Ellenbogenmentalität und Laursens Furchtlosigkeit wenig zu sehen. Das war, als zu Beginn der zweiten Halbzeit beim Spiel von Dänemark gegen Tschechien ein Eckball in den dänischen Strafraum flog. Sörensen blieb im Fünfmeterraum stehen, Laursen hatte sich ebenfalls in sicherer Entfernung positioniert und schaute zu, wie sein Gegenspieler Jan Koller unbedrängt hoch stieg. Der Hüne wuchtete beeindruckend den Ball ins Tor zum 1:0 für Tschechien. Es war der Anfang vom Ende für die Dänen, die schließlich 0:3 unterlagen und ihrem Trainer anschließend einiges zu erklären hatten.

Morten Olsen konnte sich nach dem Spiel gar nicht beruhigen über "diese unglaublichen individuellen Fehler". Olsen war in seiner aktiven Karriere ein Abwehrspieler von überragendem strategischen Geschick. Nichts verabscheut er mehr als mangelnde Konzentration und taktisch undiszipliniertes Verhalten. Genau das hatte er als Problem ausgemacht bei der Niederlage gegen die Tschechen. "Wir hätten dieses Spiel nie im Leben verlieren dürfen", schimpfte Olsen.

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