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Traumpaar «Schuello» vor Rekord

Hockenheim (dpa) - Sie sind das Traumpaar in der Formel 1: Die Ferrari-Stars Michael Schumacher und Rubens Barrichello rasen in der Königsklasse des Motorsports von Rekord zu Rekord. Die meisten Doppelerfolge (21) aller Formel-1-Paarungen haben «Schuello» schon seit geraumer Zeit auf ihrem Konto.

Hockenheim (dpa) - Sie sind das Traumpaar in der Formel 1: Die Ferrari-Stars Michael Schumacher und Rubens Barrichello rasen in der Königsklasse des Motorsports von Rekord zu Rekord. Die meisten Doppelerfolge (21) aller Formel-1-Paarungen haben «Schuello» schon seit geraumer Zeit auf ihrem Konto.

Beim Großen Preis von Deutschland winkt der Scuderia dank der Künste ihrer beiden Piloten der sechste WM-Titel in der Konstrukteurswertung in Folge. Die Italiener wären damit so schnell wie noch kein anderes Team in 55 Formel-1-Jahren am Ziel ihrer Träume. Mit dem siebten Doppelerfolg der Saison und einer kleinen Schwäche von Verfolger Renault (79 WM-Punkte) könnte Ferrari (174) schon beim Heimrennen ihres Starlenkers den 14. Konstrukteurstitel feiern. «Das wäre schön», sagt der sechsmalige Weltmeister Schumacher.

Mit Barrichello fährt der Deutsche seit dem Jahr 2000 zusammen. Mit keinem anderen Kollegen hat es der Superstar aus Kerpen so lange ausgehalten. Die roten Herrscher langten 2000 und 2001 je drei Mal hin. 2002 standen «Schuello» neun Mal gemeinsam ganz oben auf dem Podium. Im vergangenen Jahr gab es keinen einzigen Doppelerfolg. Doch da hatten der Deutsche und der Brasilianer das bislang erfolgreichste Fahrer-Duo Ayrton Senna und Alain Prost schon längst überholt. Der Brasilianer und der Franzose haben 1988 und 1989 im Mclaren-Honda 14 Doubles geschafft. Der Finne Mika Häkkinen und der Schotte David Coulthard (13) kamen in der Hochzeit der «Silberpfeile» zwischen 1997 und 2000 immerhin auf 13 Doppelerfolge.

Im Fall «Schuello» war Schumacher 17 Mal vorne, nur vier Mal konnte Barrichello seinen Kapitän besiegen. Manchmal musste der Brasilianer, wie bei der Stallorder-Affäre von Spielberg im Jahr 2002, den Deutschen ziehen lassen. Wenig später in Indianapolis drehte Barrichello in einem Foto-Finish den Spieß um - doch auch da blieb ein fader Nachgeschmack. «Ich habe Rubens das zurückgegeben, was er für Österreich verdient hatte, aber jetzt sind wir quitt», sagte Schumacher damals.

In dieser Saison ist Barrichello (74 WM-Punkte) der einzige verbliebene Herausforderer des mit 100 Zählern einsamen WM- Spitzenreiters Schumacher. «Die souveräne Führung in der Gesamtwertung langweilt vielleicht Michael, aber nicht mich - noch gewinnt immer er, aber ich bin fähig, das zu meinen Gunsten zu ändern», kündigte Barrichello an. Der 32 Jahre alte Brasilianer will den drei Jahre älteren Rekordweltmeister stürzen: «Ich bin stolz, neben Michael zu fahren, aber ich will nicht die ewige Nummer Zwei sein. Ich bin bereit, der Beste zu sein. Und meine Zeit wird kommen.»

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