Traumziel: das eigene Badezimmer
Biotop aus Licht und Sound

Die Nass-Zelle hat ausgedient. Das Badezimmer in den eigenen vier Wänden wird zum neuen Wellness-Tempel.

Urlaubszeit, Zeit der guten Vorsätze, die unter den tiefen Wolken über der Nord- und Ostsee besonders gut gedeihen. Die einen fahren heim mit dem festen Entschluss, nächstes Jahr gen Süden zu düsen - Hauptsache Sonne, auch wenn man selbst in ihrem Schatten fast erstirbt. Die anderen lassen, kaum zu Hause, alle Hüllen fallen für "Raindance", um endlich der meteorologischen Traufe outdoor in den selbstbestimmten Platz- oder Nieselregen indoor zu entkommen -, und erwägen ernsthaft, die Urlaubskasse für ein Wellness-Programm einzusetzen, von dem man das ganze Jahr etwas hat. Traumziel: das eigene Badezimmer.

Immerhin 75 Prozent der Deutschen, so eine Forsa-Umfrage, haben dieses so genannte Zimmer, das nüchterner und richtiger auch Nasszelle genannt wird, im Kopf schon aus dem häuslichen Abseits geholt und von der Waschkammer zum "Wohlfühlzentrum" für Leib und Seele erhoben. Das Einzige, was der Harmonisierung von Wunsch und Wirklichkeit noch entgegensteht, sind die schütteren Raumverhältnisse. Ein Drittel der Bäder hier zu Lande misst nur vier bis sechs, ein weiteres Drittel höchstens zehn Quadratmeter.

Wenn Frank Esser, Inhaber des exklusiven Kölner Badeinrichtungsgeschäfts "casaceramica", sich sein Traumbad ausmalt, kommt er dagegen locker auf vierzig Quadratmeter. Ungefähr die Dimension, in der Le Corbusier schon gedacht hat: Das Badezimmer "sollte einer der größten Räume der Wohnung sein, so wie früher der Salon", forderte der Vater der modernen Architektur anno 1922, als der größte Teil der zivilisierten Menschheit noch mit dem wöchentlichen Zinkwannenbad in der Waschküche zufrieden war. Rührende alte Bescheidenheit.

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