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Traurige Thanksgiving-Stimmung an den Börsen

Die Aktienmärkte verabschieden sich traurig in den Feiertag. Ernten konnten die Investoren am Mittwoch vor Thanksgiving nichts. An der Nasdaq verkauften sie Aktien was das Zeug hielt. Der Index des Technologiebarometers schloss mit vier Prozent unter dem Vortagesniveau und schloss auf weit unter der 3000-Punkte Marke auf 2754 Zählern. An der Wall Street hielt sich der Schaden in Grenzen. Der Dow Jonex Index verlor fast ein Prozent und notierte auf 10.399 Punkten. Wie bereits in den vorherigen Tagen haben am Mittwoch schlechte Ergebnisse im Technologiebereich und erneuerte Querelen in dem Prozess der US-Präsidentenfindung die Märkte ins Minus gezogen.

Besonders unerfreulich ging es bei den Softwareaktien zu. Die pessimistischen Zukunftsaussichten für Portal Software belasteten das Segment. Der Softwarekonzern verlor bis zum Börsenschluss über 63 Prozent, nachdem eine Reihe von Analysten die Aktie abstufte. Auf der Dow Verliererseite steht der Softwarekonzern Oracle.



Zu den Unternehmen, die schlechte Nachrichten verbreiteten, gehörte ebenfalls Novell. Der US-Softwarekonzern meldete einen Gewinneinbruch von 99 Prozent, da er unter einem drastischen Rückgang der Verkäufe an kleine Unternehmen sowie steigende Konkurrenz seitens der Microsoft und Linux-Betriebssysteme leidet. Die schlechten Ergebnisse bestraften die Analysten mit Abstufungen. Das Papier schloss mit einem Minus von gut 20 Prozent.



Ebenfalls in den roten Bereich ging es für die Aktien des Gesundheitssektors, der Pharma- und Tabaktitel. Belastend wirkt sich auf diese Werte nach wie vor das Gerangel um die US-Präsidentschaftswahlen aus. Die Sektoren, die von einer Bush Präsidentschaft profitieren könnten, gerieten unter Druck. Das Oberste Gericht will die Handzählungen gelten lassen. Der Entschluss könnte sich zu Al Gores Gunsten auswirken.



Am Nachmittag konnten sich die Bush-freundlichen Bereiche kurz aufbäumen, als bekannt wurde, dass der Bezirk Miami-Dade die Handzählungen einstellen will. Der Bezirk schafft es bis gesetzten Deadline am Sonntag nicht, alle Stimmen auszuzählen. Dies ist ein großer Nachteil für Gore, der sich besonders aus diesem Bezirk weitere Stimmen erhofft. Das Gore-Wahllager will gerichtlich gegen den Beschluss des Bezirkes vorgehen. Philip Morris und Merck führten die Dow Jones-Verliererliste an.



Auch Home Depot fand sich unter den Dow Verlierern. Die Baumarktkette könnte unter der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage leiden. Wichtige Wirtschaftsindikatoren deuten auf eine nachlassende Konjunktur. Für die Umsatzentwicklung des Baumarkt-Konzerns stellen die Umstände kein optimales Umfeld dar. Die Analysten von Goldman Sachs sehen wieder bessere Zeiten für die Handelskette, sobald eine pozentielle Erholung der Konjunktur in Sicht ist. Bis sich Home Depot auf das Umfeld eingestellt hat, könnten jedoch ein bis zwei Quartale vergehen.



Am Donnerstag machen sich dann die Amerikaner über insgesamt eine Millionen Truthähne her und die Börsen bleiben geschlossen. Happy Thanksgiving.

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