Treffen am Donnerstag
Fischer und Vedrine wollen Differenzen über Europa beilegen

Reuters PARIS. Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) und sein französischer Kollege Hubert Vedrine wollen bei einem Treffen am Donnerstag in Paris ihre Differenzen in der Europapolitik überbrücken. Beide Seiten wollten ihre Meinungsverschiedenheiten über die zukünftige Gestaltung der Europäischen Union (EU) "Punkt für Punkt abarbeiten" und so ihre Beziehungen zu vertiefen, sagte ein Sprecher Vedrines am Dienstag in Paris. Auf der Tagesordnung stünden neben der Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels in Stockholm auch aktuelle Fragen wie die Bekämpfung der Rinderseuche BSE und der Maul- und Klauenseuche sowie die EU-Osterweiterung.

Das Treffen der beiden Minister steht in einer Reihe von Begegnungen, die Bundeskanzler Gehard Schröder (SPD) und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac Ende Januar vereinbart hatten. Fischer und Vedrine sollen bei den monatlichen Gesprächen eine enge Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich in anstehenden europapolitischen Fragen vorbereiten. Die im Zusammenhang mit dem EU-Gipfel in Nizza im vergangenen Dezember aufgetretenen Spannungen zwischen beiden Ländern sollen dabei künftig vermieden werden. In der Vergangenheit war es zu Differenzen zwischen den Nachbarländern gekommen, nachdem Deutschland eine raschere Ostwerweiterung der EU und ein größeres Mitspracherecht in der europäischen Gemeinschaft gefordert hatte. Das nächste deutsch-französische Gipfeltreffen ist für den 20. März geplant.

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