Treffen der EU-Agrarminister in Luxemburg
Tiermehlverbot in der EU wird angeblich befristet verlängert

Das umfassende Verfütterungsverbot für Tiermehl in der Europäischen Union (EU) soll nach Angaben aus EU-Diplomatenkreisen befristet verlängert werden. Am Rande des Treffens der EU-Agrarminister in Luxemburg verlautete am Dienstag weiter, der Vorschlag der EU-Kommission, das Ende Juni auslaufende Verbot zu verlängern, solle nun umgesetzt werden.

Reuters LUXEMBURG. Die Minister hätten sich nicht mit ausreichender Mehrheit auf einen eigenen Vorschlag verständigt. Die EU-Kommission hatte in der Vergangenheit erklärt, das umfassende Verbot solle in Kraft bleiben, bis umfassende Regelungen zur Tierkörperbeseitigung beschlossen seien, aus denen das Mehl hergestellt wird.

Eine Sprecherin von EU-Gesundheitskommissar David Byrne sagte, die Kommission wolle ihren Vorschlag nun binnen zwei Wochen umsetzen. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner hatte die EU-Agrarminister zuvor aufgerufen, das generelle Verfütterungsverbot für Tiermehl zu verlängern. Sonnleitner sagte, solange durch umfassende Kontrollen bei der Tierkörperbeseitigung nicht sichergestellt werden könne, dass kein BSE-Risikomaterial in das Mehl gelange, solle die Verfütterung untersagt werden.

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hatte sich dagegen für ein unbefristetes Tiermehlverbot ausgesprochen. Tiermehl steht im Verdacht, die Rinderseuche BSE zu verbreiten, die beim Menschen möglicherweise eine neue Variante der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslöst.

Die Verfütterung des Mehls an Wiederkäuer wie Rinder und Schafe ist in der EU verboten. Durch eine Verlängerung des umfassenden Verfütterungsverbots darf das Mehl auch weiterhin nicht an andere Tiere, wie etwa Schweine, verfüttert werden. Weitere Themen der Beratungen der Agrarminister sind Beschränkungen der Fahrzeiten bei Tiertransporten und die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Schweine.

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