Treffen in Dänemark
Moskau protestiert gegen geplantes Tschetschenen-Treffen

Vor dem Hintergrund der Geiselnahme in Moskau hat eine in Kopenhagen geplante Konferenz von Exil-Tschetschenen zu Misstönen zwischen Russland und Dänemark geführt.

HB/dpa KOPENHAGEN. Nach Medienberichten von Freitag hat der Kreml wegen des für kommenden Dienstag angesetzten Treffens bei der dänischen Regierung offiziell Beschwerde eingereicht. Darin fordert der russische Präsident Wladimir Putin, den geplanten "Tschetschenischen Weltkongress" zu unterbinden.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Ria-Novosti drängt Moskau die dänische Regierung, "die notwendigen Schritte einzuleiten, um einen anti-russischen Gipfel zu verhindern". Am Rande des EU- Gipfels in Brüssel sagte der dänische Außenminister Per Stig Møller: "Ich habe nicht die Befugnisse, eine Konferenz in Kopenhagen zu verhindern." Er gehe aber davon aus, dass die Veranstalter ihr Vorhaben überdenken würden. In einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Igor Iwanow sei Møller auf die Protestnote eingegangen.

Die Kongressveranstalter kündigten unterdessen an, die Konferenz wie geplant abzuhalten. "Wir hoffen, dass der Außenminister den Russen erklärt, dass sie als legal Eingereiste das Recht haben, eine Konferenz und Friedensdemonstration zu veranstalten", sagte ein Sprecher des dänischen Komitees zur Unterstützung Tschetscheniens. Die Konferenz könne trotz der Geiselnahme in Moskau einen Frieden in der Kaukasus-Republik fördern, unterstrich die Sprecherin einer anderen pro-tschetschenischen Organisation.

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