Treffen in Paris
Chirac und Aznar kommen sich nicht näher

Im Streit um die richtige Irak-Politik bleiben die Fronten zwischen Spanien und Frankreich verhärtet.

dpa PARIS. Frankreich und Spanien haben ihre "unterschiedlichen Haltungen" in der Irak-Krise bekräftigt. Frankreichs Präsident Jacques Chirac, der am Mittwoch in Paris in gespannter Atmosphäre den spanischen Regierungschef José María Aznar empfing, bestätigte seine Ablehnung einer neuen UN-Resolution. Aznar bezeichnete eine solche Resolution als "opportun".

Frankreich ist gegen einen Krieg zum gegenwärtigen Zeitpunkt und will den Waffenkontrolleuren im Irak mehr Zeit geben. Der französische Außenminister Dominique de Villepin hat unterdessen den Einsatz eines französischen Vetos im UN-Sicherheitsrat als "zurzeit nicht aktuell" bezeichnet.

Chirac sagte nach seinem Gespräch mit Aznar, "es gibt keinen Grund, die Resolution 1441 nicht beizubehalten, deshalb sind wir gegen jede neue Entschließung". Spanien und Frankreich verfolgten das gleiche Ziel, "die Massenvernichtungswaffen des Iraks zu zerstören", doch bestünden unterschiedliche Auffassungen über "die Mittel, dieses Ziel zu erreichen". Der spanische Regierungschef, der zu den Unterstützern des harten US-Kurses gegen Bagdad gehört, betonte die Zweckmäßigkeit einer neuen UN-Resolution, die "einen starken Druck auf Saddam Hussein" ausüben würde und "das beste Mittel ist, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen".

Villepin rief den Irak auf, die umstrittenen Raketen vom Typ Al- Samoud-2 zu zerstören. Die UN-Waffenkontrolleure hatten von Bagdad diesen Schritt verlangt, weil die Raketen die von den Vereinten Nationen erlaubte Reichweite von 150 Kilometern überschreiten. Der Irak muss bis Samstag (1. März) mit der Zerstörung der Waffen beginnen.

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