Treffen mit Arafat "in den kommenden Tagen"
Peres verweist auf Rückgang von Palästinensergewalt

Der israelische Außenminister Schimon Peres hat vor dem von ihm angestrebten Gespräch mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat auf einen deutlichen Rückgang der palästinensischen Gewalt hingewiesen. Seit drei Wochen habe es in Israel weder einen Autobombenanschlag noch ein Selbstmordattentat gegeben, sagte Peres am Dienstag im israelischen Rundfunk.

afp JERUSALEM/WASHINGTON. Er versuche, "unter äußerst schwierigen Umständen einen Waffenstillstand zustande zu bekommen" und arbeite daran "Tag und Nacht", damit es keine unschuldigen Opfer mehr gebe. Zuvor hatte Peres im US-Nachrichtensender CNNA gesagt, er wolle sich "in den kommenden Tagen" mit Arafat treffen. Das seit Wochen geplante Gespräch werde stattfinden, sobald Arafat von einer Reise nach Syrien zurückkehre. Peres äußerte die Hoffnung, dass es Arafat bald gelingen werde, die Gewalt in den Autonomiegebieten zu beenden.

Die Bundesregierung äußerte die Hoffnung auf ein Treffen zwischen Arafat und Peres noch am Dienstag. Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sagte am Montag in Berlin, es sei nun an der Zeit, eine Perspektive für den Friedensprozess im Nahen Osten zu entwickeln. Nur wenige Stunden vor Peres' Äußerungen hatte der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon darauf beharrt, dass vor dem Treffen eine mindestens 48-stündige Waffenruhe eingehalten werden müsse.

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