Treffen mit Schröder
Kongolesischer Präsident Kabila entlässt gesamtes Kabinett

Der kongolesische Präsident Joseph Kabila hat am Mittwoch sein gesamtes Kabinett entlassen. Wie er am Abend im staatlichen Fernsehen verkünden ließ, reagierte er damit auf die soziale und wirtschaftliche Lage des vom zweieinhalbjährigen Bürgerkrieg geschwächten Land.

dpa NAIROBI/KINSHASA. Die so genannte Regierung der nationalen Sicherheit hatte das zentralafrikanische Land nach dem Tod von Joseph Kabilas Vater, dem ermordeten Präsidenten Laurent Kabila, im Januar weiter geführt. Sie setzte sich aus den alten Anhängern von Laurent Kabila zusammen. Viele von ihnen waren gegen einen nationalen Dialog mit den Rebellen, die seit August 1998 gegen die Regierung in Kinshasa kämpfen.

Der Schritt erfolgte nur einen Tag, nachdem Kabilas engster Verbündeter Simbabwe mit dem Abzug seiner Truppen aus Kongo begonnen hatte. Am Mittwoch hatte sich auch Uganda zu einem kompletten Abzug seiner Soldaten aus dem Nachbarland bereit erklärt. Im Kongokrieg unterstützen Simbabwe, Angola und Namibia die kongolesische Regierung. Ruanda und Uganda unterstützen die Rebellen im Norden und Osten Kongos.

Am heutigen Donnerstag trifft Präsident Kabila in Berlin mit Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammen.

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