Treffen mit Trajkovski und Putin
EU-Gipfel in Stockholm eröffnet

Überschattet von den bewaffneten Auseinandersetzungen in Mazedonien hat am Freitagvormittag in Stockholm ein Sondergipfel der Europäischen Union (EU) begonnen. Die Staats- und Regierungschefs wollen sich ausführlich mit der Entwicklung auf dem Balkan befassen. Die schwedische Ratspräsidentschaft hat dazu auch den mazedonischen Präsidenten Boris Trajkovski eingeladen.

ddp STOCKHOLM. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) forderte vor Beginn der Tagung erneut ein Ende der Gewalt im mazedonischen Grenzgebiet. Den bewaffneten albanischen Extremisten müsse entschieden entgegengetreten werden. Bestehende Konflikte müssten friedlich gelöst werden. Der Kanzler mahnte in diesem Zusammenhang bei der Regierung in Skopje den Ausbau der albanischen Minderheitenrechte an.

Schwerpunkt des Stockholmer Treffens sind Reformen der Wirtschafts- und Sozialpolitik in der EU vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung. Unter anderem stehen weitere Marktliberalisierungen in Schlüsselsektoren sowie die Zukunft der Alterssicherung auf der Agenda.

Am Freitagmittag wird auch der russische Präsident Wladimir Putin in Stockholm erwartet. Die Staats- und Regierungschefs wollen mit ihm die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Gemeinschaft und Russland erörtern. Unter anderem soll auch über einen neuen Millionenkredit der EU an Russland gesprochen werden.

Am Donnerstagabend hatten die Finanzminister der Gemeinschaft mit der Einigung über das Verfahren zur Installierung eines einheitlichen EU-Finanzmarktes einen wesentlichen Streitpunkt aus dem Weg geräumt. Damit kann der EU-weite Finanzmarkt bis Anfang 2004 Wirklichkeit werden. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) würdigte die Einigung als ein "Wachstumsprogramm für Europa".

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