Treibhauseffekt wirkt sich aus
In einigen Jahren werden Unwetter zum Alltag gehören

HB HAMBURG. "Das Wetter hat uns mit dem Regen der vergangenen Wochen nur einen Vorgeschmack darauf gegeben, was in 50 Jahren ganz alltäglich sein wird", sagte der Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie am Mittwoch.

Die immer häufigeren Unwetter seien ein Hinweis auf eine globale Erwärmung. "Schuld ist der Treibhauseffekt: Die Atmosphäre erwärmt sich. Wärmere Luftmassen nehmen mehr Wasser auf. Das führt zwangsläufig dazu, dass mehr Regen fällt." Da Wetterverschiebungen eher langsam vor sich gingen, werde Deutschland zunächst noch nicht jedes Jahr von Unwettern betroffen sein. Doch die Frequenz steige. "Im Sommer werden wir Überschwemmungen haben, im Winter heftige Stürme". Durch die Erwärmung werde die Schneefallgrenze steigen: "Oben wird es aber mehr schneien als bisher."

Langfristig müsse der Ausstoß der Treibhausgase dringend durch den Umstieg auf erneuerbare Energien wie Wasser-, Wind- und Sonnenenergie reduziert werden. Jeder Einzelne könne etwas dafür tun, die Erderwärmung zu verlangsamen: "Ein Deutscher verbraucht so viel Energie, dass er für den Ausstoß von jährlich zehn Tonnen Kohlendioxid verantwortlich ist. Ein Inder nur für 0,1 Tonnen Kohlendioxid", sagte Latif. "Jeder sollte mitmachen und Energie sparen. Alles zählt."

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