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"Für bezahlte Inhalte müssen die Anwendungen stimmen"

Erik Danke (61) war bis Januar 2002 Technischer Vorstand von T-Online. Seit den siebziger Jahren beschäftigt sich der gelernte Nachrichtentechniker mit vernetztem Datentransfer und begründete in den achtziger Jahren unter anderem den Bildschirmtext (BTX) der Deutschen Post.

Handelsblatt.com: Herr Danke, wann geht es mit der gebeutelten Internet-Branche wieder aufwärts?



Erik Danke: Die Stimmung ist nicht so schlecht - wie wir auf der Preisverleihung des Deutschen Multimedia-Awards gesehen haben, kann von der vielzitierten Depression nicht die Rede sein. Wir haben schwierige Zeiten hinter uns, aber die Lage ist nicht hoffnungslos. Der Markt wird wie die Kundenzahl in Deutschland kontinuierlich weiter wachsen.

Handelsblatt.com: Welche Rolle werden bezahlte Inhalte spielen?



Erik Danke: T-Online beziehungsweise damals noch die Deutsche Post hat ja bereits Erfahrungen mit bezahlten Inhalten zu BTX-Zeiten gemacht. Heute müssen einfach die Voraussetzungen im Markt dafür stimmen. Für bezahlte Inhalte müssen die richtigen Anwendungen vorhanden sein. Wenn damit beispielsweise Zeit gespart oder eine Recherche deutlich vereinfacht wird, sind die Leute auch bereit, dafür Geld zu bezahlen.

Handelsblatt.com: Glauben Sie, dass das Internet künftig weniger als Massenmedium denn über Einsatz in Unternehmen erfolgreich sein wird?



Erik Danke: Nun, das Internet ist eine Kommunikationsplattform, die sich enorm weiterentwickelt hat. Sie kann sowohl für Unternehmen als auch für das Privatkundengeschäft genutzt werden. Entscheidend sind für beide Bereiche die Auswirkungen der Breitbandtechnologie. Wenn wir größere Datenmengen schneller übertragen können, werden sich neue Einsatzgebiete ergeben.

Das Interview führte Christoph Rauwald auf dem Deutschen Multimedia-Kongress in Stuttgart.

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