TRENDUMFRAGE
Dax fast unverändert erwartet

Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tagen ist am Dienstag nach Ansicht von Marktteilnehmern mit einer Atempause an den Märkten zu rechnen. Von fast unveränderten Dax-Kursen zu Handelsschluss gehen Händler daher am Dienstagmorgen aus. Einer vorbörslichen Umfrage unter neun Marktteilnehmern zufolge wird der Index fast unverändert aus dem Handel gehen.

vwd FRANKFURT. Dabei sind laut Beobachtern zwei gegenläufige Tendenzen am Werk. Einerseits wollten Anleger Gewinne realisieren. Dafür die Börse Tokio ein gutes Beispiel. Aber auf anderen Seite gebe es Zinssenkungsfantasien im Vorfeld der EZB-Sitzung am Donnerstag. "Daher werden die Abschläge nicht allzu groß sein", heißt es.

Am Nachmittag hält Alan Greenspan eine Rede, von der sich der Markt Aufschlüsse über weitere Zinssenkungen der Fed verspricht. Daneben gibt es Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen und dem Auftragseingang langlebiger Güter. In Deutschland hat E.On vorbörslich Zahlen zum Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Händler haben in ersten Einschätzungen die Ergebnisse als "sehr gut" bezeichnet. Die Einnahmen aus Deinvestitionen seien eine "gute Kriegskasse", heißt es weiter.

Anschlusskäufe erwarten Händler bei den europäischen Telekom-Aktien. Das Sentiment habe sich mit den Zahlen und Umstrukturierungsplänen von KPN und den Verkaufsplänen für C&W-Optus deutlich gebessert, heißt es. Auch die extrem günstige Vorlage von AT&T als großem Gewinner im Dow-Jones-Index vom Montag mache Mut. Das sollte nach Ansicht von Marktteilnehmern der Deutschen Telekom helfen, sich dem erwarteten Abwärtstrend der Techs entgegenzustellen.

Metro-Aktie könnte unter Druck geraten

Nach einigen Tagen steigender Kurse bei den Technologiewerten erwarten Händler am Berichtstag fallende Notierungen. Die schwache Vorgabe der Nasdaq und Gewinnrealisierungen sehen Marktteilnehmer als Hintergrund. Allerdings sollten diese Abschläge vor der Sitzung der EZB am Donnerstag nicht allzu groß ausfallen, heißt es weiter. Im Blickpunkt stehe aber auch der Ausblick von Ericsson auf der HV, der für die Handy-Hersteller und Netz-Infrastruktur-Unternehmen wegweisend werden könnte.

Die angekündigte Preissenkung von Wal-Mart wird nach Ansicht von Händlern die Metro-Aktie unter Druck setzten. Auch Einzelhandelswerte der zweiten Reihe wie Karstadt würden durch einen neuen Preiskampf belastet, heißt es weiter. "Klar ist, dass die Amerikaner aggressiv um Marktanteile kämpfen müssen", so ein Marktteilnehmer. "Wal-Mart hat genug Kapital und Durchhaltevermögen, um die deutschen Konkurrenten in Schwierigkeiten zu bringen."

Vorbörslich stellen Händler folgende erste Taxen: Allianz 329 zu 330 Euro, BMW 34 zu 34,50 Euro, DaimlerChrysler 51 zu 51,50 Euro, Deutsche Bank 82 zu 82,50 Euro, Deutsche Telekom um die 26 Euro, SAP 140 zu 142 Euro und Siemens 118 zu 119 Euro.

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