Trendumfrage
Dax wird gut behauptet erwartet

Zum Wochenende könnte der deutsche Aktienindex nach Meinung von Marktbeobachtern zunächst von der Rally an den US-Börsen profitieren, da bisher keine wichtigen Unternehmens-Zahlen vorliegen.

dpa-afx/vwd FRANKFURT. Richtungsweisend für den deutschen Markt dürften die amerikanischen Arbeitsmarktdaten für Oktober sein. Lang & Schwarz errechnete den Dax-Eröffnungskurs eine halbe Stunde vor Handelsbeginn dementsprechend bei 4 623 Punkten.

Einer vorbörslichen Umfrage unter weiteren acht Marktteilnehmern zufolge steht soll der Dax heute um 20.00 Uhr bei 4 654 Punkten notieren - nach 4 636 Punkten zum Handelsschluss am Donnerstag. Dabei gehen vier der Befragten von steigenden und vier von fallenden Kursen aus. Die Bandbreite der Schätzungen liegt zwischen 4 576 und 4 750 Punkten.

Steigende Aktienkurse an der Wall Street haben die deutschen Aktienindizes am Donnerstagabend fest schließen lassen. Der Dax stieg um 1,69 % auf 4 636,13 Punkte. Am Neuen Markt verbuchte der Nemax 50 ein Plus von 1,95 % auf 1 064,96 Zähler. Der MDax der mittleren Werte schloss knapp behauptet 0,01 % schwächer bei 4 099,52 Stellen.

Deutsche-Bank-Aktien könnten erneut das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Die Bank wird nach einem Pressebericht weit mehr Stellen abbauen als bisher angekündigt. Das Management erwäge die Streichung von 15 000 Stellen bis 2003, schreibt die Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Bislang hat die Deutsche Bank angekündigt, 7 100 Stellen abzubauen. Presseberichte, nach denen bis zu 10 000 Arbeitsplätze wegfallen sollen, hatte das Finanzhaus am Donnerstag dementiert.

Auch Autowerte könnten von den am Vorabend veröffentlichten Absatzzahlen profitieren: Volkswagen , Audi, BMW , Daimler-Chrysler und Ford haben ihre Absatzzahlen im Oktober 2001 trotz der Terroristenattacken vom Vormonat und der schwachen US-Wirtschaft teilweise kräftig erhöht.

Rückenwind dürften die deutschen Aktien - allen voran die Technologietitel - erneut von den US-Börsen erhalten: Der technologielastige Nasdaq Composite-Index kletterte bis Sitzungsende um 3,32 % auf 1 746,30 Punkte und der Nasdaq 100-Index sprang um 4,35 % ins Plus auf 1 424,15 Zähler.

Vor allem zwei Branchen hätten die Nasdaq in die Gewinnzone gezogen der Software-Sektor und erneut der Chip-Bereich, sagten Händler. Software-Titel hätten auf Medienberichte positiv reagiert, wonach Microsoft in seinem Kartellverfahren kurz vor einer Einigung mit der US-Regierung stehe. Der wichtige Philly Semiconductor-Index kletterte um 6,71 % auf 478,09 Punkte.

Die New York Stock Exchange (NYSE) hat ebenfalls trotz schwacher US-Konjunkturzahlen kräftige Gewinne eingefahren. Nach einem zwar verhaltenen aber positiven Auftakt gewann die Wall Street über den Tag zunehmend an Fahrt. Der Dow-Jones-Index beendete schließlich den Handel mit einem Aufschlag von 2,08 % auf 9 263,90 Punkte, während der marktbreitere S&P 500-Index um 2,29 % auf 1 084,09 Zähler stieg.

Uneinheitliche Vorgaben für den deutschen Markt von der asiatischen Leitbörse in Tokio: Nach der positiven Vorgabe der Wall Street vom Donnerstag legte der Nikkei-Index für 225 führende Werte am Freitag 0,37 % zu und ging mit 10 383,78 Punkten ins Wochenende. Auch der breit angelegte Topix stieg zunächst, beendete den Handel doch mit minus 2,20 Punkten beziehungsweise minus 0,2 % bei 1053,68 Zählern.

Wenig Unternehmenszahlen stehen zum Wochenschluss auf dem Programm: Dyckerhoff wird sein Q3-Zahlen bekanntgeben und LTU Touristik hält eine PK zum abgelaufenem Geschäftsjahr ab. Die Bankgesellschaft Berlin erwartet zudem für 2001 weiteren Verlust. Auch werde keine weitere Kapitalzuführung vom Land Berlin erwartet.

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