Trendumfrage
Dax wird leichter erwartet

In einer vorbörslichen Umfrage lag die Bandbreite der Schätzungen liegt zwischen 4 730 und 4 860 Punkten.

rtr FRANKFURT. Nach der festen Tendenz der Vorwoche dürften am Montag nach Einschätzung von Börsianern Gewinnmitnahmen das Geschehen am deutschen Aktienmarkt dominieren. "Wir haben am Freitag nochmal deutliche Kurszuwächse gesehen und auf hohem Niveau geschlossen, da werden heute einige Gewinne mitnehmen", sagte Björn Fromkorth, Aktienhändler bei Lang & Schwarz. In der Vorwoche war der Dax um fast sieben Prozent gestiegen. Insgesamt sei die Kauffreude der Anleger aber noch ungebremst, sagte Fromkorth weiter. Sollte es zu einem deutlichen Rückschlag am Markt kommen, sei wieder mit Käufen zu rechnen. Zum einen setzen die Marktteilnehmer auf eine Konjunkturerholung, zum anderen würden viele Fonds "noch auf Geld sitzen, das investiert werden muss."

Im Mittelpunkt des Handels könnten unter anderem die Aktien der Münchener Rück stehen, nachdem der Versicherer in einem Bericht des Berliner "Tagesspiegel" (Samstagsausgabe) in Folge der Anschläge in den USA einen höheren Gewinnrückgang als erwartet in Aussicht gestellt hatte. Daneben dürften auch die Aktien der Telekom für Anlegerinteresse sorgen. Vorstandschef Ron Sommer hatte im "Handelsblatt" (Montagsausgabe) gesagt, vorerst keine Firmenzukäufe mehr zu planen.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.20 Uhr mit 4773 Punkten oder einem Minus von rund ein Prozent, nach einem Schluss von 4820 Zählern am Freitag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4774 Punkten. Am Neuen Markt werden ebenfalls leichtere Kurse erwartet. Die Citibank berechnete den Auswahlindex Nemax50 mit einem Stand von 1093 Punkten nach einem Schluss von 1115 Zählern. Lang & Schwarz sieht den Nemax50-Index bei 1113 Punkten. Die ausländischen Börsenvorgaben waren uneinheitlich. Während die US-Börsen am Freitag den Handel mit deutlichen Kurszuwächsen beendeten, haben die asiatischen Börsen am Montag leichter tendiert.

Mit Blick auf den heimischen Aktienmarkt könnten nach Händlerangaben eine Reihe weiterer Unternehmensnachrichten das Anlegerinteresse am Montag auf sich ziehen.

Der Vorstandssprecher der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, schließt einen Verlust der Bank für das Gesamtjahr 2001 nicht mehr aus, hält aber an der Zahlung einer Dividende fest. "Ich kann einen Verlust zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen. Dafür ist das gesamte Umfeld zu unklar", sagte Müller in einem vorab veröffentlichten Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Bislang hatte die Commerzbank zwar für das dritte Quartal 2001 einen Verlust angekündigt, dies für das Gesamtjahr aber ausgeschlossen.

Bei VW werden im Zuge des bevorstehenden Wechsels an der Konzernspitze nach Zeitungsinformationen voraussichtlich in den kommenden Wochen eine Reihe von Vorstandsposten neu besetzt. Unter Berufung auf Konzern-Insider berichtet die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe), mit Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer werde bereits über eine Abfindung verhandelt. Auch für Finanzvorstand Bruno Adelt sei der VW-Konzern auf der Suche nach einem Nachfolger.

Der zum Preussag-Konzern gehörende Reiseveranstalter TUI hat eine neue Versicherungsgebühr für Flugreisen ankündigt. Nach den Worten von TUI-Chef Volker Böttcher wird der größte europäische Veranstalter gestaffelte Sicherheitszuschläge von zehn Euro für Reisen innerhalb Europas, zwölf Euro für Fernreisen und 18 ? für Linienflüge verlangen. Diese Zuschläge beträfen nur Neubuchungen ab 1. November.

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