Trendwende bei Neuzulassungen
Welt-Autokonjunktur flacht ab

Das Essener Marktforschungsinstitut Marketing Systems erwartet in diesem Jahr eine Abschwächung der weltweiten Autokonjunktur. Weltweit werde in diesem Jahr der Zuwachs 2,7 (5,3) Prozent betragen, teilte das Institut am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Reuters DÜSSELDORF. Wegen des mit über zehn Prozent starken Einbruchs in Deutschland sinke 2000 aber in Westeuropa die Zahl der Neuzulassungen um 1,4 % auf 14,89 Mill. Fahrzeuge.

Die um 20 % gestiegenen Benzinpreise bedeuteten in der deutschen Zulassungsstatistik ein Minus von 80 000 Pkw, hieß es weiter. 2001 werde eine kräftige Zunahme bei Neuzulassungen und Produktion erwartet. Auch weiter steigende Benzinpreise würden die heimische Autokonjunktur nicht abwürgen.

Die deutsche Autoindustrie wird nach Einschätzung der Essener Forscher in diesem Jahr ihren Produktionsrekord von 1999, als in Deutschland 5,3 Mill. Fahrzeuge vom Band liefen, trotz gesunkener Inlandsnachfrage in diesem Jahr einstellen oder sogar noch übertrumpfen. Bereinigt um den statistischen Effekt, dass ein Teil der VW-Marken Golf und Polo jetzt dem Ausland zugerechnet werden, werde das Produktionsvolumen zumindest erreicht. 2001 steige die nationale Produktion auf 5,2 Mill. Fahrzeuge. 2005 würden 5,33 Mrd. Fahrzeuge die Produktionshallen verlassen. Die Exportquote sinke bis 2003 von derzeit 68 auf 62 %. Der im Inland verkaufte Anteil aus deutscher Produktion nehme dank der höheren Neuzulassungen wieder zu.

Bei den Neuzulassungen in Deutschland sieht das Institut eine Trendwende. Nach einem Rückgang von fast elf Prozent auf 3,4 Mill. Fahrzeuge, erwartet Marketing Systems bereits im nächsten Jahr ein Zulassungsplus von neun Prozent auf 3,7 Mill. Pkw. 2003 würden 3,8 Mill. neue Fahrzuege zugelassen. Für den Einbruch im laufenden Jahr macht das Institut die gestiegenen Benzinpreise, den hohen Bestand an maximal zwei Jahre alten Gebrauchtwagen und die schwache Modellpolitik der marktbeherrschenden deutschen Hersteller verantwortlich. Die großen deutschen Autobauer hätten ihre neuen Modell erst zum Jahresende avisiert. Im kommenden Jahr erwarten die Experten zudem, dass in Deutschland mehr als jedes dritte Auto Diesel tankt. Bislang sind es 31 %.

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