Trennung soll am Dienstag bekannt gegeben werden
Salamander-Vorstandschef muss offenbar gehen

Nach nur acht Monaten im Amt muss der Vorstandschef des traditionsreichen Schuhherstellers Salamander nach Angaben aus Unternehmenskreisen seinen Posten verlassen.

rtr STUTTGART. Der Salamander-Aufsichtsratsvorsitzende und Vorstandschef des Großaktionärs EnBW, Gerhard Goll, werde am Dienstag in Stuttgart die Trennung von Salamander-Chef Wolfgang Müller bekannt geben, hieß es in den Kreisen. Die EnBW hat für den Nachmittag kurzfristig zu einer Pressekonferenz geladen, auf der es um "Veränderungen bei Salamander" gehen soll. Nähere Angaben wollte ein Sprecher des Karlsruher Energiekonzerns auf Anfrage nicht machen. Goll hatte das Management von Salamander auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche öffentlich in Frage gestellt.

Müller hatte im September 2001 die alleinige Führung bei Salamander übernommen, nachdem er zuvor Teil einer Doppelspitze gewesen war. Müller und Goll streiten sich seit längerem um die Strategie für das Kornwestheimer Unternehmen, insbesondere um die Zukunft der angeschlagenen Schuhsparte. Salamander war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Am Montag hatte EnBW beschlossen, die Kleinaktionäre bei Salamander gegen eine Abfindungszahlung ausschließen zu lassen ("Squeeze-Out"). Damit solle der Handlungsspielraum erweitert werden. Über einen Verkauf der Salamander-Anteile wird ebenfalls spekuliert. "Wir werden bald eine Antwort geben, welches Unternehmen Salamander in welcher Form sinnvoll weiterführen kann", sagte Goll zuletzt in einem Zeitungsinterview. EnBW hatte seine eigenen Pläne für einen Börsengang im größeren Stil zuletzt zurückgestellt. Analysten sagten zuletzt, vor allem die Schwierigkeiten bei Salamander hätten die Börsenpläne torpediert.

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