Treppenhaus zerstört
Lage an Arafats Hauptquartier spitzt sich zu

Die israelische Armee hat ihr Angriffe auf den Amtssitz des Palästinenser-Präsidenten verschärft. Mehrere Leibwächter von Arafat ergaben sich.

dpa RAMALLAH. Die Lage im Hauptquartier des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat in Ramallah hat sich am Freitagabend dramatisch zugespitzt. Nach palästinensischen Angaben sprengte die israelische Armee eine hängende Verbindungsbrücke im belagerten Amtssitz Arafats. Auch ein Treppenhaus zwischen zwei Etagen in dem Bürogebäude, in dem Arafat sich aufhält, sei zerstört worden. Nach Einschätzung palästinensischer Beobachter handelt es sich um einen Versuch Israels, Arafat immer weiter zu isolieren. Den Angaben zufolge ergaben sich nach den Sprengaktionen etwa 20 von Arafats Leibwächtern der israelischen Armee.

Als Vergeltung für die jüngsten Selbstmordanschläge, bei denen seit Mittwoch sieben Israelis ums Leben kamen, hatte die Armee zuvor bereits zahlreiche Gebäude des Hauptquartiers demoliert. Israel fordert die Auslieferung von 19 gesuchten Palästinensern, die sich mit Arafat in dem Hauptquartier aufhalten sollen.

Nach Berichten palästinensischer Augenzeugen setzten die Soldaten Sprengstoff ein, um die hängende Brücke zwischen zwei verbleibenden Gebäudeteilen zum Einsturz zu bringen. Die Explosion habe sich in unmittelbarer Nähe Arafats ereignet. Eine Armeesprecherin sagte, man prüfe den Bericht. Arafats Sprecher Nabil Abu Rudeineh sprach von einem "sehr gefährlichen Schritt, der zu einer großen Katastrophe führen könnte". Er warnte vor einem Einstürzen des Amtssitzes Arafats und einer "großen Schlacht".

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