Triathlon
Kopf frei für die nächste Runde

Der Datev-Entwicklungschef Wolfgang Schumacher liebt die sportliche Herausforderung. Beim Triathlon kommt er auf seine Kosten. Das Weekend Journal hat ihn beim Dreikampf-Training begleitet.

Der fränkische Altweiber-Sommer zeigt sich von seiner besten Seite. Doch es hilft alles nichts: 16 Grad kalt ist und bleibt der Rothsee, der einmal im Jahr bei der Roth-Challenge zum Dorado der weltbesten Triathleten wird. "Wir schwimmen mal 10 Minuten", lädt Wolfgang Schumacher lächelnd den Reporter ein. Da kommt schon der Widerspruch. "Dafür lohnt es sich nicht, dass der Neopren-Anzug nass wird", sagt die ehemalige Wasserballerin Ute Schumacher zum Ansinnen ihres Mannes. Sie setzt sich durch. Mit Schwung stürzen sich das Mitglied der Nürnberger Datev-Geschäftsleitung und der Redakteur in den See.

Nach 1 000 Meter Schwimmen in dem stillen, blauen Wasser ist die erste Triathlon-Disziplin an diesem sportlichen Vormittag geschafft. Man sieht, dass dem 54-Jährigen das Schwimmen richtig Spaß macht. "Vor allem im Freiwasser", wie er ausdrücklich betont. Dieser Satz wäre ihm vor einem Jahr nicht über die Lippen gekommen. "Damals bin ich nach 50 Metern fast ertrunken", erzählt Schumacher. "Damals", das war die Zeit, als Schumacher mit 53 Jahren begann, sich für den Triathlon zu begeistern. "Meine Frau hat mich infiziert", gibt er zu. Ob er "damals" wusste, auf was er sich einlässt?

"Zunächst musste ich schwimmen lernen", sagt Schumacher, der bei einer der größten Softwareschmieden und IT-Dienstleister Deutschlands für 1 200 Mitarbeiter im Bereich EDV-Entwicklung verantwortlich ist. Genauer gesagt meint der gebürtige Marburger das Kraulen. Ihm war klar, dass im Bruststil beim Triathlon keine Wasser- Lorbeeren zu ernten sind.

Heute merkt man ihm an, dass er ein gelehriger Schwimm-Schüler war. "Für die 1 500-Meter-Distanz brauche ich 35 Minuten", erzählt er. Das ist zwar nicht weltrekordverdächtig, Profi-Triathleten benötigen für diese Distanz die Hälfte der Zeit, aber sicher noch ausbaufähig. "Zwei, drei Minuten könnte ich noch schneller werden", legt Schumacher für sich die Messlatte noch ein Stück höher. Wer ihn im Rothsee mit gleichmäßigen Armzügen kraulen sieht, glaubt ihm.



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