Triathlon Olympia
"Eisenmann" Frodeno sichert sich Gold

Zehnte deutsche Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking: Jan Frodeno hat nach einer taktischen Meisterleistung überraschend im Triathlon gewonnen. Die Entscheidung nach 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und zehn Kilometer Laufen fiel erst auf der Zielgeraden.

"Frodo" kam ohne Plan B und ging als Herr der Ringe. Trotz eines kleinen Schwächemoments krönte sich Jan Frodeno zum ersten deutschen Triathlon-Olympiasieger der Geschichte. Als er nach der Schinderei am Ziel seiner Träume angekommen war, ließ sich der Goldjunge wie ein Käfer erschöpft auf den Rücken fallen. Dann rappelte er sich hoch, schnappte sich eine schwarz-rot-goldene Fahne und bejubelte den Triumph. "Frodo" war im Olymp angekommen und hat sich einen Tag nach seinem 27. Geburtstag selbst das schönste Geschenk gemacht.

"Der Traum ist wahr geworden"

Bei der Siegerehrung hatte Frodeno schon wieder etwas Kraft gesammelt, sprang auf das Podium und sang die Nationalhymne mit der rechten Hand auf dem Herzen mit. "Dieser Moment ist mir in so manchen Nächten tausendmal durch den Kopf gegangen. Jetzt ist der Traum wahr geworden", meinte er und genoss den Augenblick seines größten Triumphes: "Ich habe sowieso schon immer nach dem Motto gelebt: Ich habe keinen Plan B, also muss Plan A funktionieren."

Und sein Plan funktionierte im Ming Tomb Reservoir etwa 50 Kilometer nördlich von Peking vorzüglich, mit einem fulminanten Schlussspurt setzte sich Frodeno gegen die großen Favoriten durch. Nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und zehn km Laufen verwies er in 1:48:53,28 Stunden Sydney-Olympiasieger Simon Whitfield aus Kanada (1:48:58,47) und den Athen-Zweiten Bevan Docherty aus Neuseeland (1:49:05,59) auf die Plätze zwei und drei.

"Erst der WM-Triumph von Daniel Unger im Vorjahr, jetzt der Olympiasieg durch Jan Frodeno - Triathlon in Deutschland ist eine ganz große Nummer", sagte Rainer Düro, der Präsident der Deutschen Triathlon Union (DTU). Er prophezeite "einen zusätzlichen Schub in der Breite". Sportdirektor Rolf Ebeling hatte auch noch ein Lob für Unger: "Er hat großartig gekämpft. Das ganze Team hat hervorragend funktioniert."

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