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Trichet bekräftigt optimistisches Konjunkturbild - Risiken ausgewogen

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat sich erneut optimistisch über die Konjunkturerholung geäußert. Die Risiken für die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone seien ausgewogen, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel.

dpa-afx BRÜSSEL. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat sich erneut optimistisch über die Konjunkturerholung geäußert. Die Risiken für die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone seien ausgewogen, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Die Erholung habe ihr Tempo beibehalten, sagte Trichet. Die Bedingungen für eine Fortsetzung seien gegeben. Die niedrigen Zinsen sollten die Investitionen stärken. Die Konjunkturdynamik dürfte sich in der Eurozone verstärken. Die EZB erwarte ein Anhalten und eine Stärkung des Wachstums. Die weltweite Nachfrage bezeichnete Trichet als robust, auch wenn es zu Schwankungen komme.

Risiko Ölpreis

Ein Risiko für die Wirtschaftsentwicklung seien hohe Ölpreise. Sollte der Ölpreis noch stärker als an den Finanzmärkten erwartet steigen, könnte die Auslands- und Binnennachfrage in den Euroländern gedämpft werden, sagte Trichet. Der jüngste Ölpreisanstieg könne aber nicht mit den Ölkrisen der 70er und Anfang der 80er Jahre verglichen werden.

Auch im Hinblick auf die Inflationsentwicklung sei der Ölpreis ein Risiko. Die EZB beobachte bestehende Risiken für die Preisstabilität wachsam, sagte Trichet. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen für einen dauerhaft höheren heimischen Preisdruck. Die Inflationsaussichten stünden weiter im Einklang mit dem Ziel der Preisstabilität. "Wir werden uns für die Preisstabilität mittelfristig einsetzen", sagte Trichet. In der Eurozone liegt der Leitzins bereits seit Juni 2003 bei 2,00 % und damit auf historisch niedrigem Niveau.

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