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Trichet: Inflation bleibt länger als erwartet über 2-Prozent-MarkeDPA-Datum: 2004-07-01 15:20:58

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Inflationsrate in der Eurozone wird nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet länger als erwartet über der Marke von 2 Prozent bleiben. Der Inflationsdruck halte kurzfristig an, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung in Frankfurt. Mittelfristig blieben die Aussichten auf Preisstabilität aber gegeben. Nach EZB-Definition herrscht bei einer Inflationsrate bis oder nahe 2 Prozent Preisstabilität, die ein wichtiges Kriterium bei den Zinsentscheidungen ist.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Inflationsrate in der Eurozone wird nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet länger als erwartet über der Marke von 2 Prozent bleiben. Der Inflationsdruck halte kurzfristig an, sagte der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Zinsentscheidung in Frankfurt. Mittelfristig blieben die Aussichten auf Preisstabilität aber gegeben. Nach EZB-Definition herrscht bei einer Inflationsrate bis oder nahe 2 Prozent Preisstabilität, die ein wichtiges Kriterium bei den Zinsentscheidungen ist.

Zuvor hatte die EZB ihren Leitzins bei 2,00 Prozent belassen. Volkswirte hatten damit gerechnet. Der Kurs des Euro < EURUS.FX1 > reagierte nur mit geringen Ausschlägen auf die Zinsentscheidung und deren Begründung, ebenso die Aktienmärkte und der Bund-Future.

FED-ENTSCHEID OHNE EINFLUSS

Die Entscheidung der amerikanischen Notenbank (Fed) vom Mittwochabend, ihren Leitzins erstmals seit vier Jahren wieder anzuheben, hat den Worten Trichets zufolge die EZB-Zinsentscheidung nicht beeinflusst. Die Fed hatte am Mittwochabend ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent angehoben und zugleich angekündigt, auch bei möglichen weiteren Zinserhöhungen "maßvoll" vorzugehen.

Die jüngsten Konjunkturdaten deuten nach Einschätzung Trichets weiter auf eine Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr hin. Der Ölpreis werde aber hoch bleiben und könne das Wirtschaftswachstum dämpfen. Trichet forderte die Regierungen der Eurozone auf, den erwarteten Aufschwung für die Konsolidierung der Haushalte zu nutzen. Außerdem rief der Notenbankchef zur Zurückhaltung bei anstehenden Lohnverhandlungen auf.

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