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Trichet: Wachstum wird sich 2005 weniger stark als erwartet fortsetzen

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird sich nach Einschätzung von EZB-Präsident, Jean-Claude Trichet, im Jahr 2005 weniger stark als bisher erwartet fortsetzen.

dpa-afx BRÜSSEL. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone wird sich nach Einschätzung von EZB-Präsident, Jean-Claude Trichet, im Jahr 2005 weniger stark als bisher erwartet fortsetzen. Vor allem der hohe Rohölpreis dämpfe das Wirtschaftswachstum, sagte Trichet am Dienstag vor dem europäischen Parlament in Brüssel. Die Wirtschaftsaktivität habe sich offenbar bereits im zweiten Halbjahr 2004 abgeschwächt.

Die Inflationsrate werde zwar in den kommenden Monaten über zwei Prozent liegen, sich dann aber abschwächen, sagte Trichet. Insgesamt bleibe die Inflation unter Kontrolle. Es gebe jedoch eine Reihe von Aufwärtsrisiken. Das hohe Wachstum der Geldmenge M3 reflektiere den stimulierenden Effekt der niedrigen Zinsen.

Trichet sprach sich auf Nachfrage dagegen aus, gewisse Ausgaben aus den Defizitberechnungen heraus zurechnen. Dies hatten Länder wie Frankreich und Italien vorgeschlagen

Wechselkursschwankungen Nicht Willkommen

Die jüngsten Wechselkursschwankungen sind laut Trichet weiterhin "nicht willkommen". Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Trichet wiederholte damit am Dienstag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel zuvor gemachte Aussagen. Der Eurokurs näherte sich am Dienstag mit 1,3 325 Dollar bis auf einen Hauch seinem erst am Freitag erreichten Rekordstand von 1,3 329 Dollar.

Eine Reihe von asiatischen Währungen müssten zudem graduell aufwerten, sagte Trichet. Er habe zudem Vertrauen in die USA, wenn sie eine Senkung ihres Haushaltsdefizites versprächen.

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