Trickkiste der Elektronik
Intels neuer Pentium 4 arbeitet für zwei

Bei der Entwicklung seines neuen Pentium 4 Prozessor, der gestern in München vorgestellt wurde, hat in die Trickkiste der Elektronik gegriffen.

HB/ruk MÜNCHEN. Der neue Chip ist mit einer Taktrate (Verarbeitungsgeschwindigkeit) von 3,06 Gigahertz eigentlich nicht sehr schnell. Zu einer Geschwindigkeitssteigerung hat Intel aber eine "Hyper-Threading" genannte Technik nun auch bei Prozessoren für Schreibtisch-PC (Desktop) eingeführt. Der neue Zentralprozessor (CPU) macht das Betriebssystem glauben, es sei ein zweiter, virtueller Prozessor im Einsatz. So kann in bestimmten Fällen die Auslastung der vorhandenen Recheneinheiten verbessert werden.

Mit Hyper-Threading, kurz HT, meint Intel eigentlich Simultaneous Multithreading (SMT), schreibt der Fachdienst Heise Online des Computermagazins ct. Das Verfahren kann die Verarbeitung mehrerer Programm-Fäden, eben der so genannten Threads, stark beschleunigen. Intel entwickelte HT unter dem Codenamen Jackson Technology und führte es bereits Anfang dieses Jahres bei den Xeon-Serverprozessoren mit Prestonia-Kern ein.

SMT unterscheidet sich grundsätzlich von Symmetric Multiprocessing (SMP). Dort werden mehrere physische Prozessoren eingesetzt. HT dagegen erhöht die Anzahl der tatsächlich vorhandenen Recheneinheiten des Pentium 4 nicht, sondern steigert lediglich deren Auslastung. Dadurch können häufiger mehrere Threads gleichzeitig ablaufen. Echte Multiprozessor-Rechner bieten deutlich mehr Leistung. Nach Angaben von Intel sind für die Integration von Hyper-Threading in den Kern des Pentium 4 lediglich ein bis zwei Prozent mehr Transistoren nötig. Das vergrößere die Fläche des Siliziumchips nur um etwa fünf Prozent.

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