Triebwerke aus Titanlegierung sparen Energie
GKSS-Forscher entwickeln leichteren Werkstoff für Turbinen

Ein vom GKSS-Forschungszentrum Geesthacht entwickelter Hochtemperaturleichtbauwerkstoff aus Titanaluminiumlegierungen könnte nach Ansicht der Materialforscher zu einem Technologiesprung beim Bau von Flugzeugtriebwerken und Motoren der Automobilindustrie führen.

beu HAMBURG. Ein vom GKSS Geesthacht-Forschungszentrum entwickelter Hochtemperaturleichtbauwerkstoff aus Titanaluminiumlegierungen könnte nach Ansicht der Materialforscher zu einem Technologiesprung beim Bau von Flugzeugtriebwerken und Motoren der Automobilindustrie führen. Dieser Werkstoff habe die besten Chancen, die bisher genutzten, doppelt so schweren Nickelbasislegierungen beim Bau von Triebwerken zu ersetzen.

Die vom GKSS nach mehr als zehnjähriger Forschungsarbeit entwickelten Titanaluminide sind leichte und hochfeste Werkstoffe. Sie können bei Temperaturen bis zu 850 Grad Celsius eingesetzt werden. Leichtbauwerkstoffe auf der Basis von Titanaluminidlegierungen seien zwar seit längerem bekannt, so die Forscher. Sie ließen sich aber nur bis zu Temperaturen von 700 Grad Celsius verwenden - bei größerer Hitze drohten Verformungen. Die GKSS-Forscher erreichten die höhere Temperaturbeständigkeit durch eine Veränderung der atomaren Strukturen des Werkstoffs.

Der neue Leichtbauwerkstoff eignet sich besonders für Verdichter-, Leit- und Laufschaufeln von Flugzeugtriebwerken. Die für den Werkstoff erforderlichen Fertigungstechniken wurden in einem gemeinsamen Projekt mit der Thyssen Krupp Turbinenkomponenten GmbH, Rolls Deutschland, -Royce GfE Metalle sowie Leistritz Turbomaschinentechnik GmbH erarbeitet.

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