Trintech und Heyde brechen ein
Nemax-50 auf Allzeittief

Der Frankfurter Neue Markt hat am Mittwoch wieder kräftig nachgegeben. Der Nemax-50 stürzte zum frühen Abend um 4 % auf ein Allzeittief von 1940 Punkten.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der alle Werte umfassende Nemax-All-Share verlor 2,5 % auf 2110 Zähler. Während die deutschen Wachstumswerte sich in der ersten Tageshälfte noch der schwachen Vorgaben von den US-Börsen erwehren konnten, seien am Nachmittag nach erneuter Talfahrt der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq die Dämme gebrochen.

Von einem "nervösen Markt" sprach ein Händler einer Hamburger Bank. Bei geringen Umsätzen bewegten sich die Kurse meldungsgetrieben auf und ab. Zur Zeit bestehe nahezu kein Unterschied zwischen Nasdaq und dem Neuer Markt, sagte ein Düsseldorfer Händler. Die Eigendynamik des Marktes tendiere gegen Null.

An der Wall Street seien die Zinssenkungsfantasien nach der heutigen Rede des Notenbank-Chefs Alan Greenspan ausgeträumt. Der oberste Währungshüter hatte zu verstehen gegeben, dass er eine außerordentliche Senkung der Leitzinsen nicht befürworte. Analysten zufolge würden die Leitzinsen nun erst am 20. März gesenkt werden; das genüge derzeit nicht, die Aktienmärkte zu stabilisieren, resümierten Händler.

Von einem "Räumungsverkauf" sprachen Händler bei der britischen Trintech Group. Die Aktien des Anbieters von Computerprogrammen für den elektronischen Zahlungsverkehr stürzten bereits den zweiten Tag hintereinander um mehr als 30 % ab. Der IT-Dienstleister habe zu Wochenbeginn "katastrophale Zahlen" vorgelegt und nun Liquiditätsprobleme eingestanden, begründete ein Händler die Kursverluste.

Mit einem positivem Geschäftsausblick und guten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr überraschten hingegen Biolitec . Die Aktien des Jenaer Medizintechnik-Unternehmens kletterten zuletzt um knapp 20 % auf 10,15 Euro. Biolitec hatten Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt und wider Erwarten die Gewinnzone erreicht.

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