Triton Fund und PPM in engerer Wahl
Zwei Investoren bei Salamander im Gespräch

Der Verkauf des Schuh- und Dienstleistungskonzerns Salamander AG geht in eine entscheidende Runde. Nach Informationen des Handelsblatts sind die beiden Finanzinvestoren Triton Fund sowie Prudential Portfolio Managers (PPM) in der engeren Auswahl.

brb STUTTGART. Inzwischen soll die Investmentbank Morgan Stanley, die den Verkauf durchführt, vorrangig aber mit Triton Fund verhandeln, heißt es in gut informierten Kreisen. Eine Sprecherin von Morgan Stanley in Frankfurt wollte dazu keine Stellung nehmen.

Im April hatte der Chef der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Gerhard Goll, den Verkauf von Salamander angekündigt. EnBW hält rund 96 % der Aktien an dem Unternehmen mit dem Werbeträger Lurchi. Spätestens bis zum Jahresende will Goll den Verkaufsprozess abgeschlossen haben. Die EnBW will sich künftig auf ihr Kerngebiet Energie konzentrieren.

Der Finanzinvestor soll Salamander als Ganzes übernehmen. Michael Gaßner, Vorstandssprecher der Lurchi-Firma und erst seit Mai im Amt, hat aber eingeräumt, dass mittelfristig die Schuh- und die Servicesparte nicht unter einem Dach bleiben werden. Schon jetzt melden sich Interessenten für die einzelnen Töchtern. An der Parkhausgesellschaft Apcoa hat der Baukonzern Bilfinger + Berger sowie die Deutsche Bahn AG Interesse bekundet.

Für die Schuhsparte gibt es offenbar bisher keine konkreten Interessenten. Spekuliert wird im Salamander-Umfeld über einen Einstieg des dänischen Schuhherstellers Ecco. Das in Familienbesitz befindliche Unternehmen jedoch dementiert. "Es gibt keine Verhandlungen", sagte eine Sprecherin. Es sei auch nicht die Strategie von Ecco, über Zukäufe zu wachsen.

Fast alle Salamander-Töchter gelten als verkäuflich. Nur die tief in den roten Zahlen steckende Schuhproduktion gilt als echtes Problemkind. Vorstandssprecher Gaßner arbeitet derzeit mit Hilfe von Beratern an einem Konzept, wie die Schuhsparte einschließlich der Produktion wieder auf Erfolgskurs gebracht werden kann. Gaßner setzt dabei darauf, dass der Finanzinvestor, der bei Salamander einsteigt, die Schuhsparte mit neuem Kapital ausstattet. Dennoch hat Gaßner bisher keinen Zweifel daran gelassen, dass der Schuhsparte harte Sanierungsmaßnahmen bevorstehen.

Brisant bei Salamander ist: Gaßners Vorgänger Wolfgang Müller soll den Finanzinvestor PPM beraten haben. EnBW-Chef Goll hatte Müller zum Rücktritt gezwungen.

Quelle: Handelsblatt

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