Trittin besorgt
Handyhersteller sollen "Blauen Umweltengel" verwenden

Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, haben die Handyhersteller dazu aufgefordert, für strahlungsarme Mobiltelefone den "Blauen Umweltengel" zu nutzen.

Reuters BERLIN. Die Verbraucher sollten ihrerseits beim Kauf auf strahlungsarme Mobiltelefone achten, um mögliche Risiken zu minimieren, sagte Trittin bei der Vorstellung des Jahresberichts des Strahlenschutzamtes am Donnerstag in Berlin. Der Branchenverband Bitkom hatte das Umwelt-Siegel dagegen jüngst als ungeeignet und unsinnig abgelehnt, da es den Verbraucher falsch informiere und verunsichere.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfahl in seinem Jahresbericht unterdessen eine umsichtige Nutzung von Handys. Gespräche sollten kurz gehalten und nicht bei schlechtem Empfang geführt werden. Auch sogenannte Head-Sets sollten beim Telefonieren verwendet werden. "Insgesamt trägt der Mobilfunk wesentlich zu den hochfrequenten elektromagnetischen Feldern bei, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist", heißt es in dem Bericht. "Mit der Einführung der neuen Mobilfunksysteme wie UMTS ist mit einer weiteren Zunahme der Intensität dieser Felder zu rechnen." Gesundheitsrisiken durch die Strahlung sind bislang jedoch nicht eindeutig nachgewiesen.

Die "Jury Umweltzeichen" hatte jüngst die Vergabekriterien für den "Blauen Umweltengel" beschlossen. Ausschlaggebend ist der sogenannte SAR-Wert, der die maximale Strahlungsintensität des Handys angibt. Mit einem "Blauen Engel" werden Handys ausgezeichnet, deren SAR-Wert 0,6 Watt pro Kilogramm nicht überschreitet. Der gesetzliche Grenzwert für die höchstzulässige Belastung liegt bei zwei Watt pro Kilogramm. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte eine Liste zu den Strahlungswerten von Handys veröffentlicht (www.bfs.de ).

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