Tropenstürme
Acht Tote durch "Isidore" und "Lili"

Die beiden Tropenstürme "Isidore" und "Lili" haben in Mittelamerika und der Karibik mindestens acht Menschenleben gefordert und schwerste Schäden angerichtet.

HB/dpa MEXICO-STADT/BRIDGETOWN. Auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán, die "Isidore" am Sonntag heimgesucht hatte, wurde erst allmählich das ganze Ausmaß der Schäden deutlich. Kommentatoren sprachen von den schwersten Heimsuchungen dieser Region in Jahrzehnten. Auf mehreren kleinen Antilleninsel verwüstete der Tropensturm "Lili" die Bananenplantagen.

Der Tropensturm "Isidore", der für mindestens vier Tote in Mexiko verantwortlich gemacht wird, zog am Mittwoch weiter in Richtung USA. Sein Zentrum befand sich am Morgen rund 480 Kilometer südlich der Küste von Louisiana, die Windgeschwindigkeiten erreichten rund 95 Stundenkilometer. An der nordamerikanischen Küste bestand von Texas bis Florida Sturmwarnung. Rund 3 000 Kilometer südwestlich verlor "Lili" am Mittwoch in der Karibik wieder an Kraft. Sein Zentrum lag 480 Kilometer süd-südwestlich von Santo Domingo, die Windgeschwindigkeiten sanken auf 72 Stundenkilometer.

Auf der Karibikinsel St. Vincent (rund 750 Kilometer südöstlich von Puerto Rico) waren als Folge "Lilis" eine 29-jährige Frau und ihre drei Kinder bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. Aus St. Vincent und von der Nachbarinsel St. Lucia wurden empfindliche Verluste in der Bananenproduktion, dem wichtigsten Wirtschaftszweig dieser Inseln, gemeldet.

In Mexiko wurden am Mittwoch neue Schadensbilanzen veröffentlicht. Die Regierung Yucatáns beziffert die Zahl der Bürger, denen "Isidore" in irgend einer Weise Schaden zufügte, jetzt auf 1 200 000. Rund 25 000 Menschen verloren ihr gesamtes Hab und Gut. 150 Fischer wurden noch vermisst. 60 % aller Bäume in Yucatán wurden entwurzelt, die Schäden in der Landwirtschaft schätzten die Behörden auf 1,6 Mrd. Pesos (160 Mill. Euro). Auch Kulturdenkmäler wie historische Villen und Paläste oder Kirchen wurden schwer beschädigt. Die mexikanische Erdölförderung von normalerweise 3,3 Mill. Barrel (a 159 Liter) pro Tag sank während der Unwettertage um rund 40 %, weil die Bohrinseln im Golf von Mexiko ihre Arbeit einstellen mussten.

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