Trotz Absatzminus
Daimler-Nutzfahrzeuge trotzt Absatzflaute

Daimler-Chrysler will in der Nutzfahrzeugsparte trotz eines rückläufigen Absatzes das operative Ergebnis in diesem Jahr steigern. Der größte Nutzfahrzeug-Hersteller der Welt blicke trotz der schwachen Märkte zuversichtlich in die Zukunft, sagte das Vorstandsmitglied des Stuttgarter Automobilkonzerns Eckhard Cordes am Dienstag bei der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

ddp/rtr HANNOVER. Die Branche stehe vor der Herausforderung, dass der weltweite Absatz von Transportern, Lastwagen und Omnibussen in diesem Jahr weiterhin rückläufig sein werde, sagte Cordes. Unter diesen Marktbedingungen sei in den ersten acht Monaten dieses Jahres das Absatzniveau des Vorjahres um 4,6 Prozent verfehlt worden. Entscheidend sei aber, dass Daimler-Chrysler seine Marktanteile in allen wichtigen Segmenten und Märkten behauptet habe, sagte Cordes. Das Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge werde das Gesamtjahr 2002 mit einem operativen Ergebnis abschließen, das über dem des Vorjahres (51 Millionen Euro) liege.

Das kommende Jahr sieht Cordes mit einer "optimistischen Grundhaltung". Die Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramme in fast allen Bereichen des Nutzfahrzeuggeschäfts griffen. So sei bei dem US-Lkw-Hersteller Freightliner bereits im zweiten Quartal die Gewinnschwelle erreicht worden, statt wie ursprünglich geplant im vierten.

Die IAA sieht Cordes als "Ausgangspunkt zur Belebung des Marktes". Diese Trendwende wolle DaimlerChrysler mit rund 20 Neuheiten bei Fahrzeugen, Komponenten und Dienstleistungen "aktiv anschieben". Dazu zählten der neue Mercedes-Benz Actros und der neue Setra Doppelstockbus sowie neue Unimog-Baureihen.

VW und Mercedes setzen Kooperation bei Nutzfahrzeugen fort

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Daimler-Chrysler seine Kooperation mit Volkswagen bei leichten Nutzfahrzeugen auch für künftige Modelle fortsetzen wird. Dies haben VW Nutzfahrzeuge und Daimler-Chrysler in Hannover vereinbart, teilte VW am Dienstag mit.

Die seit 1996 bestehende Kooperation umfasst eine gemeinsame Plattform für den VW-Transporter LT und den Sprinter der Daimler-Marke Mercedes Benz. Sie solle für die Nachfolger-Baureihen der beiden Modelle fortbestehen. Dies bedeute, dass die Zusammenarbeit "bis ins nächste Jahrzehnt hinein gesichert" sei, teilte VW mit. Auf der Basis einer gemeinsamen Plattform produzieren VW in Hannover und Mercedes in Düsseldorf ihre Fahrzeuge. Motoren, Front- und Heckpartie sowie Instrumententafel werden eigenständig entwickelt und produziert.

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